Monday, November 28, 2022
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IWF: Zukunft der iranischen Wirtschaft ist „höchst unsicher“

NWRI – Die iranische Wirtschaft hat in diesem Jahr stagniert und das negative Wachstum sorgt für „höchst unsichere“ Prognosen. Das schreibt der Internationale Währungsfond in dem Jahresbericht über das Regime.

 

Die finanzielle Situation des iranischen Staates und seine Makroökonomie haben sich nach der Subventionsreform 2010 und der Verschärfung der Sanktionen 2012 erheblich verschlechtert.

In einer Presseerklärung schrieb der IWF:“ Die Zukunftsprognosen sind selbst kurzfristig extrem unsicher. Aufgrund weiterer Beschränkungen bei Ölexporten und bei finanziellen Transaktionen ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft in 2013/2014 weiterhin stagnieren wird. Wir denken, dass Bruttosozialprodukt wird um 1,75 Prozent sinken. 

„Seit 2010/11 ist das Bruttosozialprodukt um 10 Prozent gesunken. 2010/2011 gab es noch ein Plus von drei Prozent und 2013/2014 wird ein Minus von über einem Prozent erwartet.“ 

„Die Subventionen im Land bleiben weiterhin hoch und das jährliche Staatsdefizit ebenfalls, es beträgt 2,5 Prozent des Bruttosozialprodukts von 2013/2014.

Doch trotz all dieser Werte bleibt die monetäre Situation weiterhin relativ moderat, weil die Zinsen im Iran gesunken sind. Das Finanzsystem wurde dennoch davon in Mitleidenschaft gezogen, vor allem die Rücklagen der Banken und ihre Rentabilität.“

„Daher ist aufgrund der aktuellen Situation ein Ausblick sehr unsicher und es gibt zahlreiche Risiken zu beachten. Die Regierung unternimmt zwar Anstrengungen, den Ölsektor wieder für ausländische Investoren interessant zu machen, aber es bestehen weiterhin politische Unsicherheiten wegen des Übergangsabkommens mit den P5+1.“

Die Erklärung des IWF über den Iran befindet sich in Artikel IV des Abschnittes über Abkommen des IWF, welchen der IWF jährlich in bilateralen Diskussionen mit Mitgliedern und besuchenden Teams des Landes abstimmt, die wirtschaftliche und finanzielle Informationen gesammelt haben und die zusammen mit Politikern und Vertretern die Entwicklungen der Länder diskutieren.