Sunday, November 27, 2022
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Junger Mann vor der Hinrichtung bewahrt

Mit einer langen Protestaktion, die die Menschen der Stadt Nour (Provinz Mazandaran) durchführten, um den 26-jährigen jungen Mann Balal vor der Hinrichtung zu bewahren, und mit ihrem Jubel darüber, dass sie ihm im letzten Moment vor der Hinrichtung am Dienstag, dem 15. April das Leben gerettet haben, wird der allgemeine Abscheu der Iranerinnen und Iraner vor den menschenfeindlichen Gesetzen und Urteilen des Mullahregimes bewiesen. 

 

Am 14. April hatten die Henker den Galgen vor dem Amt des Staatsanwalts in Nour vorbereitet und die Sicherheitskräfte und der kriminelle Staatsanwalt waren bereit, das Urteil zu vollstrecken. Balal entging aber im letzten Moment der Hinrichtung, als die Nebenkläger (die Eltern des Getöteten) ihm verziehen. Dies rief allgemeinen Jubel bei den Zuschauern sowohl als bei allen Einwohnern der Stadt hervor. Sich gegen das Mullahregime stellend, hatten die Menschen von Nour sich monatelang bemüht, diesem jungen Mann das Leben zu retten; in den Augenblicken, als die Hinrichtung beginnen sollte, riefen sie Sprechchöre, mit denen sie forderten, die Vollstreckung auszusetzen. 

Das menschenfeindliche geistliche Regime, das in Wut ausgebrochen ist und das eine Folge von Verurteilungen der Menschenrechtsverletzungen im Iran in Raserei versetzt hat, versucht das kriminelle Todesurteil so darzustellen, als ob es von dem kriminellen Gesetz des Qisas („Vergeltung“) gefordert würde und ein der Familie des Opfers persönlich zustehendes Recht wäre. 

Mohammad-Javad Larijani, Vorsitzender des Menschenrechtsorgans (!) in der Justiz der Mullahs, sagte kürzlich: „Der Westen versteht nicht, dass Qisas etwas anderes ist als das Todesurteil. In Wahrheit besteht Qisas im Interesse des Nebenklägers, der entscheiden kann, ob er das Urteil vollstreckt sehen oder dem Schuldigen verzeihen will.“ (Fars, die Nachrichtenagentur der Revolutionsgarden, 9. April 2014) 

Dagegen zeigt die eigene Statistik des Regimes, dass nur ein kleiner Teil der Hinrichtungen (unter 20 %) auf Grund des Qisas durchgeführt wird und die übrigen Hinrichtungen von diesem Gesetz ganz unberührt sind. Außerdem hat das geistliche Regime in vielen Fällen die Begnadigung der Schuldigen starrköpfig abgewiesen und widersetzt sich den Kampagnen für die Begnadigung der Gefangenen. 

Der iranische Widerstand beglückwünscht die freiheitsliebenden Menschen der Stadt Nour und ermuntert das iranische Volk, gegen das kriminelle Todesurteil einzutreten, das die Menschen zu Feindseligkeit und Rache aufstacheln soll, um das abscheuliche Joch des geistlichen Regimes zu festigen. Der iranische Widerstand fordert die westlichen Regierungen auf, jegliche politischen oder wirtschaftlichen Beziehungen mit diesem mittelalterlichen Regime von der Beendigung der Hinrichtungen und der Verbesserung der Menschenrechtslage abhängig zu machen, anstatt die Augen vor der steigenden Zahl der Hinrichtungen und der trostlosen Menschenrechtslage im Iran zu verschließen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran 

18. April 2014