Thursday, December 8, 2022
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Maryam Rajavi: Trotz enormer Manipulation gesteht das Regime seine Niederlage ein

Maryam Rajavi: Die nach langem Zögern, Manipulation und widersprüchlichen Aussagen bekanntgegebenen Zahlen spiegeln das Eingeständnis einer Niederlage bei den Scheinwahlen wieder 

Iran: Scheinwahl Nr. 10

Berichte aus den Wahllokalen in Teheran und Ahwaz zeigen ein Drittel der Wahlbeteiligung gegenüber 2016
Nach zwei Tagen der Verwirrung und der Wiedergabe von erfundenen Zahlen gab der Innenminister des Regimes Abdolreza Rahmani Fazli bekannt, dass bei den Scheinwahlen für das Parlament 42,5 Prozent ihre Stimme abgegeben haben. Selbst diese vollkommen fingierte Zahl ergibt einen Rückgang um 30 % im Vergleich zu der Wahl von 2016.

nzwischen war schon weltweit über einen Boykott dieser Scharade berichtet worden. Zur Rechtfertigung dieses mageren Ergebnisses erklärte Rahmani Fazli: „In dieser politischen Situation und nach solchen Problemen wie dem Absturz des (ukrainischen) Linienflugzeugs, den Vorfällen im November (2019) und Januar (2020) sowie anderen solchen Voraussetzungen ist dieses Niveau der Anwesenheit und Beteiligung der Bevölkerung vollkommen akzeptabel“.

Am heutigen Sonntagmorgen versuchte der Oberste Führer Ali Khamenei, diese krachende Niederlage zu begründen. Er meinte: „Es wurde eine kollektive Kampagne gegen die Beteiligung des Volkes bei den Wahlen in Gang gesetzt.

In den sozialen Medien hat eine Vielfalt von Organisationen jeden möglichen Faktor benutzt… Seit einem Monat und vor zwei Monaten haben sie gesagt, dies sei keine Wahl, keine wirkliche Wahl und der Wächterrat hat dies oder das gemacht.

Und diese neueste Krankheit (COVID-19) wurde zur Entschuldigung. Mit anderen Worten, sie haben nicht die kleinste Gelegenheit ausgelassen und haben nicht einmal ein paar Stunden versäumt“.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), sagte dazu, die Zahlen, die vom Regime nach langem Zögern, enormer Manipulation und widersprüchlichen Statements herausgegeben wurden, reflektierten ein widerwilliges Eingeständnis einer Niederlage bei den Scheinwahlen.

Sie fügte hinzu: Mit dem Boykott dieser Scharade haben 90 Prozent der iranischen Bevölkerung für einen Sturz des herrschenden religiösen Faschismus gestimmt und den Slogan der Widerstandseinheiten begrüßt: „Meine Stimme ist für den Sturz“.

Diese krachende Niederlage wird nur die internen Fehden unter den Mullahs vertiefen und die Sackgasse verstärken, womit ihr Sturz durch das iranische Volk und den Widerstand befördert wird.

Die Zahlen des Innenministers kommen zur gleichen Zeit heraus, wo die Nachrichtenagentur des IRGC Fars schreibt, dass in Teheran weniger als 20 Prozent gewählt hätten.

Der Brigadegeneral im IRGC Mohammad Baqer Qalibaf, der erste Kandidat in der Hauptstadt, bekam nur 14 Prozent der Stimmen.

Ausländische Journalisten, die in den letzten Tagen in den Iran gereist sind und Wahllokale besucht haben, gaben zwar einerseits an, dass die Wahlbezirke mit den höchsten Zahlen an Berechtigten wie Hosseiniyeh Ershad einen starken Boykott aufwiesen, zitierten aber andererseits „verantwortliche Amtsträger“, nach deren Aussagen in Teheran 15 Prozent und landesweit 26 Prozent gewählt hätten.

Nach internen Berichten aus dem Innenministerium betrug der Anteil der abgegebenen Stimmen in Hosseiniyeh Ershad ein Drittel desjenigen von 2016. Die Zahl der ungültigen und leeren Stimmzettel war ebenfalls höher.

Ein ähnlicher Bericht von der Jame‘ Moschee in Qods besagt, dass die Gesamtstimmzahl 288 war, somit ein Drittel derjenigen von 2016 (790).

In anderen Wahllokalen von Teheran wie in den Nabi und Nezam Mafi Moscheen und in Emamzadeh (Saint) Saleh in Tajrish (im Norden Teherans) war der Anteil der abgegebenen Stimmen der gleiche. Berichte aus Ahwaz, im Südwesten, an den Innenminister besagen, dass in allen Stimmbezirken der Stadt die Zahl der gültigen Stimmzettel im Durchschnitt 70 Prozent geringer war als 2016.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
23. Februar 2020