Wednesday, November 30, 2022
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Mitglied der PMOI in Albanien gestorben. Er ist der 26. Märtyrer der medizinischen Blockade

Mohammad Hadi Taali ist in Albanien gestorben. Bevor er nach Albanien gebracht worden ist,  wohnte er in Camp Ashraf und in Camp Liberty im Irak, wo sich sein Gesundheitszustand wegen der medizinischen Blockade verschlechtert hat.

Er ist das 26. Mitglied der PMOI, das sein Leben wegen der medizinischen Blockade verloren hat, die den Bewohnern von Camp Ashraf und Camp Liberty auferlegt worden ist.

•Es gab Dutzende Briefe von Haadi Taali und den Vertretern der Bewohner an die offiziellen Stellen der VN und der USA, tägliche Berichte aus Camp Liberty  über die kriminelle Rolle des irakischen Militärs, das den Transport und die Behandlung in Erbil verhindert hat.

•Aufruf von Frau Maryam Rajavi an USA und UNO, die inhumane Blockade gegen Liberty zu beenden

Am Samstagmittag, den 8. August, ist das Mitglied der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) Herr Mohammad Hadi Taali in einem Krankenhaus in Albanien nach 40jährigem Kampf gegen die zwei Diktaturen des Schah und der Mullahs gestorben. Herr Taali starb an Lungenkrebs wegen der Verzögerungen der Behandlung, die durch die inhumane medizinische Blockade gegen Camp Liberty und die Rolle der irakischen Regierung bei der Verhinderung seines Transports nach Erbil verursacht worden sind. Er ist der 26. Märtyrer der medizinischen Blockade in Camp Ashraf und Camp Liberty.

 

Im Jahr 2013 hatten die Ärzte in Bagdad die Diagnose gestellt, dass er Lungenkrebs hat, und empfohlen, dass er zur Behandlung nach Europa oder Erbil gebracht wird. Jedoch waren nicht nur die Bemühungen der Vertreter des Lagers um seinen Transport nach Europa oder Erbil fruchtlos, sondern die grausamen Beschränkungen und die absichtlichen Verzögerungen des irakischen Militärs bei seinen Behandlungen in Bagdad verschlimmerten seinen Krankheitszustand. Es gab Dutzende an Briefen von Hadi Taali und den Vertretern der Bewohner an offizielle Stellen der UNO und der USA  und außerdem tägliche Berichte zu diesem Sachverhalt.  In all dem zeigt sich deutlich die Rolle der irakischen Regierung, die ihn zu Tode quälen wollte.

Am 2. April 2014 hat der Vertreter der Bewohner in einem Brief an Nikolaj Mladenow, den Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für den Irak (SRSG), einmal mehr den dringenden Transport nach Europa zur medizinischen Behandlung beantragt und betont, dass falls ein solcher umgehender Transport nicht möglich ist, die Regierung im Irak aufgefordert werden solle, sich einem Transport von Herrn Taali nach Erbil nicht in den Weg zu stellen. Der Vertreter der Bewohner erinnerte daran, dass bei beiden Lösungen alle Kosten für den Transport und die medizinische Behandlung von der PMOI bezahlt werden würde.

Das  internationale Komitee In Search of Justice (ISJ) hat in seinem Bericht vom Juli 2014 an den Sicherheitsrat festgestellt: „Herr Hadi Taali leidet seit 9 Monaten an Lungenkrebs und die Bewohner haben um seinen Transport zur Behandlung nach Europa und wenn nicht dies, dann nach Erbil ersucht. Trotz der Versprechungen des UNHCR wurde er bisher nicht nach Erbil gebracht“.

Am 17. Juni 2014 hat der Vertreter der Bewohner an das UNHCR geschrieben, dass Herr Taali unter den „Patienten in ernstem Zustand“ ist, „deren Transport bei der Situation, die derzeit im Irak gegeben ist, die höchste Priorität hat. Ich möchte Sie bitten, ihren sofortigen Transport in eine europäisches Land zu arrangieren, und sei es nur zeitweilig“.

Am 25. Juni 2015 schrieb Herr Taali an das Menschenrechtsbüro der UNAMI: „Jetzt sind es zwei Wochen, in denen mein Behandlungsprozess gestoppt ist, weil die Regierung des Irak uns daran hindert, nach Bagdad zu fahren … Mit solchen Obstruktionen und Beschränkungen der Regierung des Irak, schreitet meine Krankheit voran und die Hoffnung auf eine Besserung meiner Krankheit stirbt an jedem Tag mehr. Deshalb bitte ich Sie dringend, zu intervenieren“.

Am 19 September 2014 schrieb er an den SRSG:

„Heute habe ich gehört, dass einer meiner Freunde mit dem Name Taghi Abbasian … [zu Tode] gequält wurde … ich war direkt Zeuge dafür, wie er Schmerzen gelitten hat, und für die Qual, die er erdulden musste, um einen Termin zur medizinischen Behandlung zu bekommen. Auf ähnliche Weise war ich selbst und bin ich einer solchen Folter unterworfen von den Agenten des früheren Premierministers, die im Lager stationiert sind. Ich habe keinen Zweifel… wenn Taghi Abbasian als regulärer Bürger freien Zugang zu den medizinischen Diensten gehabt hätte, so hätte er noch weitere Jahre leben können und hätte nicht soviel leiden müssen … ist mir das gleiche bestimmt?

 

Ich habe in mehreren Briefen erklärt, dass mein derzeitiger Zustand und das Fortschreiten meiner Krebserkrankung das Ergebnis der brutalen Blockade ist, die uns auferlegt ist; als allererstes gab es eine derartige Verzögerung bei der Diagnose der Krankheit, dass sie fortgeschritten war; zweitens wurde ich bei der Behandlung so sehr drangsaliert, dass die Behandlung schmerzlicher war, als der Krebs selbst.

 Zum Beispiel kam ich, wenn ich zur Chemotherapie ging, wegen der willkürlichen Verzögerungen durch die Elemente aus dem Premierministerium am Eingang des Lagers  sehr spät im Krankenhaus an und jedes Mal begleiteten uns die gleichen Elemente bei unseren Fahrten, um uns noch mehr zu foltern und die Zeit für die Injektion, die vier Stunden sein muss, auf zwei Stunden zu verzögern. Deswegen bekam ich mehrmals einen Schock und schreckliche Schmerzen, was wirklich eine Folter für mich war… 

„Sie hatten sich verpflichtet, dass wir in Camp Liberty  zeitweilig bleiben würden, aber jetzt sind es etwa drei Jahre; es war davon auszugehen, dass wir Zugang zu medizinischen Diensten haben würden; aber nicht nur gab es keine medizinischen Dienste, sondern das alles verwandelte sich in ein Mittel, um die Patienten zu foltern und zu quälen. Wird es nicht Zeit, dass die Täter bei dieser inhumanen Blockade aus dem Lager vertrieben werden? … Bitte lassen Sie sich selbst nicht Zeuge eines  weiteren bemitleidenswerten Todes sein, der dadurch verursacht wird, dass Liberty in ein Gefängnis verwandelt wurde, und durch die brutale Blockade durch irakische nachrichtendienstliche Agenten, die Überbleibsel der früheren Regierung des Irak sind“.

Nach seinem Transport nach Albanien wurde Herr Hadi Taali sofort einer medizinischen Behandlung unterzogen, aber wegen des fortgeschrittenen Stadiums seiner Krebserkrankung, die durch die Verzögerungen seiner Behandlung verursacht worden sind, erwiesen sich die Bemühungen der Ärzte als vergeblich und er starb am Samstag den 8. August.

Das Mitglied der PMOI Herr Hadi Taali wurde im März 1955 geboren. Er unterstützte die PMOI seit den 1970er Jahren, was ihm Verhaftung durch die SAVAK, die Geheimpolizei des Schahs, einbrachte.  In den Jahren danach wurde er aus der Fabrik, in der er arbeitete, vertrieben wegen seiner Unterstützung der PMOI. In der antimonarchischen Revolution gehörte er zu Avantgarde bei den Streiks und Arbeitskämpfen in Qazvin.

Drei Jahrzehnte lang kämpfte er mit der PMOI in Ashraf mutig und ausdauernd gegen das inhumane Regime der Kleriker. Er gehörte zu den Verletzten bei dem brutalen Angriff vom 28.-29. Juli 2009 auf Ashraf durch irakisches Militär und Elemente des Regimes. Das Militär von Premierminister Maliki zerstörte bei dem Angriff sein Fahrzeug und schlug ihn heftig mit hölzernen Latten und verletzte ihn am Kopf, an den Rippen, am linken Hand- und Fußgelenk.   

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Iranischen Widerstands, hat allen  PMOI Mitgliedern ihr Mitgefühl ausgesprochen und die Standfestigkeit von Hadi Taali gelobt. Sie rief die US Regierung, die UNAMI, die UNHCR und die Regierung des Irak auf, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die inhumane Blockade gegen Camp Liberty zu beenden, um zu verhindern, dass noch mehr Patienten zu Tode gequält werden, was ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran

8. August 2015