Wednesday, December 7, 2022
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Mohammad-Ali Jaberzadeh, ANWRI-AusschussVorsitzender für politische und strategische Studien gestorben

 

NWRI – Am Samstag, den 11. Februar 2017 ist Mohammad-Ali Jaberzadeh, einer der betagtesten und ranghöchsten Mitarbeiter der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“, im Alter von 68 Jahren nach langem Kampf mit Krankheiten und Belastungen der Gesundheit gestorben.

Herr Jaberzadeh war der Leiter des Ausschusses des Nationalen Widerstandsrates des Iran für politische und strategische Studien. Während seines 48 Jahre lang anhaltenden Kampfes um die Befreiung des iranischen Volkes hatte er es mit zwei Diktaturen, zuerst der des Schahs und darnach der Velayat-e faqih (der absoluten Herrschaft der Geistlichen), zu tun. Er ertrug mehrere Jahre der Haft und der Folter.

Nach dem Gymnasialabschluß in Isfahan nahm Jaberzadeh an der Teheraner Universität das Jura-Studium auf. Er war in den 60er Jahren einer der Pioniere der PMOI. Er wurde im Jahre 1972 verhaftet. Lange Zeit wurde er in den Folterkammern des Schahs einigen der brutalsten Foltermethoden unterworfen. Im Jahre 1979 wurde er im Zuge der gegen die Monarchie gerichteten Revolution freigelassen.

Nach seiner Entlassung übernahm Jaberzadeh in der PMOI verschiedene Aufgaben und Verantwortungen, darunter die eines Beraters der politischen Abteilung der Organisation und die des Leiters des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten, der für den Betrieb der Zeitung der PMOI ebenso verantwortlich war wie für ihre Radio- und Fernsehsender. Bei den ersten Parlamentswahlen nach der Revolution führte er in Isfahan die oppositionelle Liste an – dem massiven Wahlbetrug zum Trotz, mit dem das Regime den Eintritt von Kandidaten der PMOI ins Parlament verhindern wollte.

Nach der Bildung des demokratischen Bündnisses NWRI in den frühen achtziger Jahren wurde Jaberzadeh zum Leiter des NWRI-Ausschusses für politische und strategische Studien. Er entwickelte sich auf diesem Posten zu einem hoch kompetenten Fachmann und leistete dem iranischen Widerstand dauerhafte und bedeutende Dienste.

Sein jüngerer Bruder Abbas-Ali und seine Schwägerin Soraya Senemari wurden gemeinsam mit 18 weiteren ranghohen Mitgliedern und Funktionären der PMOI am 8. Februar erschlagen. Das kleine Kind des Paares überlebte.

Anläßlich des Hinscheidens von Herrn Jaberzadeh bekundete die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, Frau Maryam Rajavi, der Bevölkerung von Isfahan, der Gemeinschaft des iranischen Widerstands und der Mitglieder des NWRI, besonders seinen Kollegen in der PMOI, ihr tiefes und herzliches Beileid. Sie rühmte Jaberzadehs Ausdauer, seine eiserne Entschiedenheit und sein stetiges Engagement in dem Kampf um Freiheit für das iranische Volk während der vergangenen 50 Jahre. Sie zollte seiner Fähigkeit, über einige der größten und gefährlichsten Herausforderungen, die dem modernen Iran widerfuhren, zu triumphieren, ihren Tribut.

Internationale Aufforderungen: Stoppt Hinrichtung von Minderjährigen im Iran

 
NWRI – Nach der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA gab Abbas Jafari Dolatabadi, der Generalstaatsanwalt des Regimes in Teheran, am Mittwoch, den 8. Februar bekannt, auf der Grundlage des Strafgesetzbuches des Regimes habe er die Gerichte aufgefordert, Vergeltungsstrafen für zehn Verurteilte unter 18 Jahren aufzuheben; sechs seiner Aufforderungen seien akzeptiert worden.

Zuvor hatte Amnesty International bekanntgegeben, es seien zwischen 2005 und 2015 mindestens 73 Verurteilte, die in der Zeit ihres Delikts unter 18 Jahren alt waren, im Iran hingerichtet worden. Nach einem Bericht der UNO warten mindestens weitere 160 solcher Verurteilter auf ihre Hinrichtung.

Unlängst haben die UN auch berichtet, Hamid Ahmadi, der wegen eines Mordes, den er beging, als er 17 Jahre alt war, zum Tode verurteilt wurde, sei in die Einzelhaft des Lakan-Gefängnisses in Rasht verlegt worden, um am 11. Februar erhängt zu werden.

Auch gab Jafari Dolatabadi am Mittwoch bekannt, nach Artikel 302 des Islamischen Strafgesetzbuches des Regimes habe er in 17 Fällen von Vergeltungsurteilen Revision gefordert; infolgedessen seien drei Vergeltungsurteile aufgehoben worden.

Der Menschenrechtsausschuß der Vereinten Nationen und andere Menschenrechtsorganisationen haben die hohe Hinrichtungsrate des Iran wiederholt kritisiert. Als einer der Gründe der hohen Hinrichtungsrate wurde die Verhängung der Todesstrafe wegen Drogenhandels genannt.

Der Generalanwalt des iranischen Regimes, Mohammad Jafar Montazeri, betonte unlängst, die Todesstrafe werde aus dem Buch des Regimes für Drogendelikte nicht gestrichen werden.

Zuvor hatte Mohammad Baher Olfat, der stellvertretende Leiter der Abteilung der Justiz des Regimes für Verbrechens-prävention, bekanntgegeben, die Hinrichtung von Drogenhändlern im Iran sei kein ‚Abschreckungsmittel’.