Tuesday, December 6, 2022
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Mütter von Märtyrern vom November 2019 fordern zum Boykott der Scheinwahlen des Regimes für die Präsidentschaft auf

Mehr als 1500 Menschen wurden bei dem landesweiten Aufstand des iranischen Volkes im November 2019 getötet

Am 18. Juni wird das iranische Regime seine Scheinwahlen für die Präsidentschaft abhalten. Je näher dieses Datum rückt, desto mehr Iraner schließen sich der Kampagne für einen Boykott der Farce der Wahlen an. Vor kurzem zeigte ein Video aus dem Iran mehrere Mütter der Märtyrer des Aufstandes im November 2019, die mutig zu einem Boykott der Scheinwahlen des Regimes für die Präsidentschaft auffordern. Diese mutigen Mütter fordern einen Wandel des Regimes und verkünden, dass ihre Stimme einem Sturz des Regimes durch das iranische Volk gilt.
Nach den Protesten im November 2019 haben die Kräfte des Regimes mehr als 1 500 unschuldige Protestierer niedergeschossen. Wegen der Brutalität des Regimes und der derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Krise hat der Konflikt der Bevölkerung mit dem Regime einen Punkt erreicht, wo es kein Zurück mehr gibt. Die Menschen nehmen das Regime in seiner Gänze ins Visier in ihren Slogans und sehen in den Scheinwahlen des Regimes eine Fassade des diktatorischen Regimes.

Hier der Text einer Übersetzung der Worte von Müttern der Märtyrer vom November 2019.

Wir wollen alle den Sturz des Mullah Regimes.

Unsere Stimme gilt dem Regimewechsel.

Ich vergebe nicht das unrechtmäßig vergossene Blut meines Mehrdad. Meine Stimme gilt dem Sturz dieses Regimes. Leute, wenn ihr wählt, legt ihr eure Finger in das Blut eurer Landsleute, die unschuldig während des blutigen Novembers [des Aufstands 2019] ermordet wurden wie Mehrdad und viele andere.
Hallo, ich bin die Mutter von Milad Mohaveri. Wie andere Mütter, die mit anderen Angehörigen meine Trauer teilen, bin ich vollkommen mit ihnen einig. Ich hoffe, es wird ein Tag kommen, wo unsere Bevölkerung logisch handelt und weiß, dass Wählen ein Verrat an unseren zukünftigen Generationen ist und nicht belohnt wird.
Ich bin die Mutter von Mohammad Taeri, einem der Märtyrer des blutigen November 2019. Eins der abscheulichsten Verbrechen der Islamischen Republik in den letzten 42 Jahren. Ich kann sagen, dass es vorsätzlicher Mord war, weil sie den Befehl hatten zum Mord. Wir alle stimmen für den Sturz [dieses Regimes].
Ich bin die stolze Mutter von Reza Mazlumi, der im blutigen November 2019 abgeschlachtet wurde. Heute sind es 18 Monate, seit sie mir meinen Sohn genommen haben. Sie haben einen Teil von mir genommen, meinen kleinen Jungen. Für mein zerrissenes Herz und die verlorenen Träume meines Sohnes werde ich niemals wählen gehen.
Ich bin die stolze Mutter von Navid Behbudi, einem der Märtyrer des November 2019 [Aufstands]. Es sind 18 Monate her, dass sie mir meinen Jungen genommen haben. Ich sage, ich werde nicht wählen, wählt nicht, Leute.
Hallo ich bin stolz die Mutter von Mehrdad Rezai. Ich vermisse die Stimme meines Sohnes seit 18 Monaten. Ich vergebe nicht und vergesse nicht. Ich werde nicht für die Islamische Republik stimmen. Die, die wählen, mache ich verantwortlich in dieser Welt oder im Jenseits.
Ich bin die stolze Mutter von Mohsen Jafar-Panah, dessen Blut sie unrechtmäßig vergossen haben. Ich bin mit diesem Regime nicht glücklich. Ich werde nicht wählen gehen; ihr solltet das auch nicht tun. Wenn ihr uns liebt, wenn euch das Blut der uns Nahestehenden etwas bedeutet, geht nicht wählen.
Nein zur Tyrannei, nein zur Unterdrückung.
Ich sage den Iranern, dass ich niemals gedacht hätte, als Mutter meinen Sohn so zu verlieren. Es ist mir niemals in den Sinn gekommen, dass sie meinen 19jährigen Reza in meinem eigenen Land auf der Straße töten würden. Ich bitte alle Menschen, nicht zu wählen. Weil ein Tag kommen wird, wo ihr Kind dasselbe Schicksal haben wird und sie werden um ihre Kinder trauern, wie ich es getan habe.
Möge Gott verhindern, dass alle Eltern um ihre Kinder trauern. Aber geht um Gottes willen nicht wählen. Wählen ruiniert nur die Zukunft eurer Kinder, ihr Leben. Bitte geht nicht wählen, für eure Kinder, für eure Kids, die unschuldig getötet wurden, und ihr Blut ist noch frisch am Boden. Es sind jetzt eineinhalb Jahre her und dieses Blut wird an jedem Tag frisch und erneuert unsere Trauer. Für uns, für die Zukunft eurer Jugend, bitte geht nicht wählen.
Es ist falsch, zu prüfen, was schon überprüft worden ist. Wir haben [dieses Regime] in den letzten 40 Jahren überprüft. Sollen wir diesen Test noch einmal machen, wenn wir wissen, was das Ergebnis ist? Was denken wir wirklich? Wenn eure Stimme irgendetwas hätte reparieren sollen, so hätte das in den letzten 40 Jahren geschehen sollen, aber das tat es nicht. Die letzten 40 Jahre haben den Massenmord an der Jugend im November, den besten Schätzen dieses Landes zum Ergebnis gehabt. Sie haben unsere Kinder getötet, deren einziges Verbrechen ihre Anwesenheit war. Das größte Kapital eines Landes ist seine Jugend? Wie konnten sie sie töten?
Diejenigen, die zur Wahlurne gehen, sind Komplizen derer, die uns dies angetan haben. Wir werden niemals vergeben. Nicht nur denen, die den Befehl zum Mord an unseren Kindern gegeben, aufgenommen und ausgeführt haben, auch denen, die wählen gehen und an diesen Wahlen teilnehmen, werden wir nicht vergeben. Ihre Sünde und die von denen, die angesichts der Unterdrückung schweigen, ist nicht geringer als die derjenigen, die unsere Kinder getötet und verraten haben.