Saturday, February 4, 2023
StartNachrichtenAtomprogrammIranisches Regime setzt atomare Täuschung wegen Inaktivität der internationalen Gemeinschaft weiter fort

Iranisches Regime setzt atomare Täuschung wegen Inaktivität der internationalen Gemeinschaft weiter fort

Am Sonntag sagte die UN Atomenergiebehörde, dass Teheran den Atomdeal vor zwei Wochen erneut verletzt hat, weil Inspektoren die Beobachtung einer Atomanlage verweigert wurde. Wieder einmal hat das iranische Regime erfolgreich die internationale Gemeinschaft getäuscht. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) betonte am Sonntag in einer Erklärung:“ Der IAEA Generaldirektor Rafael Grossi wies darauf hin, dass die Agentur keinen Zugang zu einer TESA Zentrifugenwerkstatt in Karaj erhalten hat, obwohl dies in der Erklärung am 12. September versprochen wurde.“ Vor dem Treffen des Gouverneursrates der IAEA hatte Grossi ein Abkommen mit Teheran abgeschlossen, welches den IAEA Inspektoren erlaubte, die Wartung der Ausrüstung zu beobachten. Diese Erklärung wurde wahrscheinlich veröffentlicht, weil der Westen wohl ernste Maßnahmen gegen die Provokationen von Teheran geplant hatte.
Das Regime hat also diese Gegenmaßnahmen seiner atomaren Erpressung und der Eskalationen genutzt und den Chef der IAEA getäuscht. Das iranische Regime hatte zu keinem Zeitpunkt im Sinn, sein Atomwaffenprogramm zu beenden. Es weiß, dass der Westen Verhandlungen als einzige Methode ansieht, um das Atomprogramm zu kontrollieren und das Regime nutzt diese Verhandlungen, um geheim sein Kernwaffenprogramm fortzusetzen.
In einem TV Interview in 2019 erklärte Ali Bagheri Kani, der aktuelle stellvertretende Außenminister und mögliche Unterhändler bei den Verhandlungen mit den Weltmächten, wie das Regime die Verhandlungen nutzt, um Zeit zu gewinnen und sie später dann als Hebel nutzt, um die atomare Erpressung voran schreiten zu lassen.

Iranische Opposition enthüllt neue Details von Teherans Atomwaffenprogramm, 2. März 2021

„In diesen Jahren haben wir eine Menge Zeit gewonnen und wir wollten die Einschätzungen unserer Gegner stören. Damit dies geschehen konnte, brauchten wir mehr Zeit. Wir mussten zeigen, dass wir die Möglichkeiten zur Umsetzung haben, damit sie das sehen. Die Anreicherung von 20% kann über Nacht geschehen. Es braucht einige Arbeit. Fordow und Arak (Atomanalagen) brauchen ein wenig Arbeit. Es braucht Zeit, dies zu erreichen. Und wir haben uns diese Zeit erkauft. Doch wenn sie bereit waren, einen Deal auszuarbeiten, dann wurde der Verhandlungsprozess unterbrochen.“
Kani betont, dass das Regime „das Momentum genutzt hat“, nachdem der Westen „unsere Möglichkeiten sah“.
2015 hatten die Weltmächte ein Abkommen mit dem Regime abgeschlossen, welches formal als Joint Comprehensive Plan of Actions (JCPOA) bekannt ist. Bei der Unterzeichnung des JCPOA machten die Weltmächte zahlreiche Konzessionen, damit das Regime seine Kapazitäten im Atomprogramm herunter fährt, welche für den Bau für eine Atombombe benötigt werden und damit ein „nuklearer Durchbruch“ des Regimes verhindert wird.
2018 begann Teheran schnell, seine Verpflichtungen unter dem JCPOA zu brechen. In weniger als zwei Jahren war das Regime in der Lage, Uran auf mehr als 20% anzureichern. Im August 2021 gab das Regime bekannt, dass es Uran auf 60% angereichert hat. Ebenfalls im August berichtete die IAEA, dass das Regime Fortschritte bei der Produktion von Uranmetall macht, welches ausschließlich für die Entwicklung von Kernwaffen benutzt wird.
Ali Akbar Salehi, der frühere Leiter der Atomenergiebehörde des Regimes in 2020, gab zu, dass das Regime während den Verhandlungen getäuscht hatte. „Sie dachten, sie haben die Verhandlungen gewonnen. Doch wir hatten Gegenmaßnahmen und während wir weiter in dem Fall voran schritten, haben sie nicht erreicht, was sie planten und wir liefen nicht in die Anreicherungsfalle.“, sagte er.

Iran: Fake News oder neue Taktik des Regimes bei seinem Atomprogramm

Die Anführerin der iranischen Opposition, Maryam Rajavi, sagte bereits 2020:“ Die Politik und die Aktionen des Mullahregimes fünf Jahre nach dem Atomdeal mit der P5+1 lassen keinen Zweifel daran, dass dieses Regime niemals sein Projekt zum Bau von Kernwaffen aufgeben wird und dass es mit Täuschung und Vertuschung fortsetzen wird. Das Regime nutzt alle Anlagen und die Konzessionen, die der Atomdeal ihnen gibt und übrig lässt, um Terrorismus, ausländische Interventionen und Unterdrückung im Inland fortzusetzen.“ Der Westen wird Teheran nie von seinem Atomprogramm abbringen. Das Regime hat die internationale Gemeinschaft bereits mehrfach getäuscht und der Westen hat die mehrfachen Warnungen und Enthüllungen des iranischen Widerstandes ignoriert, die westliche Politiker zum Handeln aufforderten.

Sollte das Regime nicht an Kernwaffen gelangen, dann wäre dies eine existentielle Bedrohung für die Mullahs. Kommt das Regime an Kernwaffen, dann stellt dies eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit dar. Wenn das Regime an Kernwaffen kommt, dann muss sich der Westen für seine Schwäche und seine Naivität selbst die Schuld geben.