Sunday, December 4, 2022
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Oppositioneller im Iran hingerichtet

Exekution nach 17 Jahren Haft

Im Iran werden jedes Jahr Hunderte Menschen hingerichtet.

Allen Appellen von Menschenrechtsaktivisten zum Trotz ist im Iran ein Mann wegen seiner Verbindungen zur Exilgruppe der Volksmudschaheddin hingerichtet worden.

Wie die Nachrichtenagentur IRNA berichtete, wurde Gholamresa Chosrawi Sawaddschani wegen seines “Krieges gegen Gott” gehängt. Er sei bereits 1997 verhaftet worden. Das Todesurteil von 2010 wurde nun vom obersten Gerichtshof bestätigt.

Der Hingerichtete soll die Volksmudschaheddin mit sensiblen Dokumenten versorgt und finanziell unterstützt haben. Bei seiner Festnahme wurden nach Angaben der iranischen Justiz unter anderem Papiere und Bilder von Militärstützpunkten entdeckt, die an die Exilgruppe weitergeleitet wurden.

Proteste von Amnesty International

Noch am Samstag hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International einen Stopp der Hinrichtung gefordert, weil Chosrawi Sawaddschani ein “unfaires Verfahren” erhalten habe. Nach Auffassung von Amnesty hätte er von einer Bestimmung im neuen iranischen Strafgesetzbuch profitieren müssen, das die Todesstrafe für Oppositionelle nur noch dann vorsehe, wenn der Verdächtige “aktiv” zu den Waffen gegriffen habe.

Im Iran wurden nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr mindestens 500 Menschen hingerichtet. Viele zum Tode Verurteilte wurden öffentlich exekutiert.