Tuesday, December 6, 2022
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“Geschäft nicht interessant”: UBS bricht Kontakt zu Iran ab

ImageDie Schweizer Großbank UBS bricht die Geschäftsbeziehungen zum Iran ab. Einen entsprechenden Bericht der Züricher "SonntagsZeitung" bestätigte ein UBS-Sprecher. Die größte Bank der Schweiz mache seit Beginn dieses Jahres keine Geschäfte mehr mit iranischen Privat- und Geschäftskunden, sagte der Sprecher. Davon ausgenommen seien Exil-Iraner.

Einen direkten Zusammenhang mit dem Streit um das iranische Atomprogramm wollte der Sprecher nicht herstellen. Der Prozess, der zu dieser endgültigen Entscheidung geführt habe, sei schon im vergangenen Jahr begonnen worden. Nach Rundfunkberichten plant die Bank auch ein ähnliches Vorgehen gegen Syrien.
 
Die UBS sei zu dem Schluss gekommen, dass das Geschäft mit Iran nicht mehr interessant sei. Der internationale Konflikt um das iranische Atomprogramm sei dabei nur einer der Faktoren gewesen, sagte der Sprecher. Auch die Nummer zwei der Schweiz, die Credit Suisse, verfolgt "die politischen Entwicklungen um den Iran intensiv und mit wachsender Sorge", wie ein Konzernsprecher sagte. Allerdings könne die Bank aus der Export-Import-Finanzierung nicht einfach aussteigen.
 
Iran hat bereits mit dem Umschichten von Geldern auf ausländischen Konten begonnen. Konten in der Schweiz sollen davon aber nicht betroffen sein. Nach der Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wurden Ende 2004 fast 1,4 Milliarden Franken bei Banken in der Schweiz verwaltet.