Thursday, December 8, 2022
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Regimevertreter: Khamenei muss in sensiblen Zeiten persönlich eingreifen

RafeghdostNWRI – Der Vorsitzende der so genannten „Stiftung für Unterdrückte“ drückte am Mittwoch seine Sorge über die Zukunft des Regimes aus und sagte:“ Wir sind in sensiblen Zeiten. Vielleicht muß der oberste Führer persönlich eingreifen, um Schaden für das Land abzuwenden.“

Mohsen Rafiqdoust, der Vorsitzende der Muli-Milliarden Dollar schweren „Stiftung für Unterdrückte“ (Bonya-e Mostazafan auf Farsi) unterstrich ebenfalls die Spannungen in der dominanten Fraktion um Ali Khamenei und gab dabei zu, dass es möglicherweise Risse gibt, die weitere hochrangige Entscheidungsträger ausschließen könnte.

Die Aussagen von Rafiqdoust wurden in den staatlichen Raja News veröffentlicht. Er bezog sich auch auf die sinkende Autorität des obersten Führers der Mullahs und sagte:“ Wir sehen, dass diese Regierung sich nicht wirklich dem obersten Führer unterordnet.“

„Mohammad Khatami, der frühere Regimepräsident, hat nie dem obersten Führer widersprochen. Diese Regierung hingegen scheint weniger Zustimmung zu äußern.“, ergänzt er.

Er kritisierte Mullahpräsident Mahmoud Ahmadinejad für seine Aussagen, das Majlis (Parlament) hätte keine Kontrolle über die Regierung, scharf. „So lange das System islamisch ist, hat sich jeder, egal in welcher Position, egal welchem Platz im Expertenrat er hat oder welche religiöse Autorität er darstellt, dem obersten Führer zu unterordnen, wenn es um Fragen der Führung des Landes geht.“