Tuesday, November 29, 2022
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Schweizer Grüne wenden sich in der Sache der iran. Opposition an das Intern. Rote Kreuz Komitee

geneva_sit_in_pmoi150Genf (ats) – Die Parlamentsabgeordneten der Grünen Partei unterstützten die Familien der iranischen Oppositionellen in Irak. Sie riefen das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) auf, einzugreifen, um die Oppositionellen zu schützen, denen Deportation seitens der Behörden in Bagdad droht.

In einem Brief an den Präsidenten des ICRC, Jakob Kellenberger, drückte die Grüne Parlamentariergruppe große Besorgnis über die Situation der Flüchtlinge in der iranischen Stadt Ashraf, nordöstlich von Bagdad im Irak, aus.

Circa 3500 Gegner des iranischen Regimes sind seit dem Fall Saddam Husseins 2003 Flüchtlinge und unter dem Schutz der US-Truppen. Die irakischen Behörden fordern die Übertragung der Kontrolle von Camp Ashraf in die Hände der irakischen Sicherheitskräfte. Die iranische Opposition fürchtet, dass Bagdad sie auf Wunsch von Teheran nach Iran ausliefert.

Menschenrecht

“Nach internationalem Menschenrecht können Bewohner von Ashraf weder nach Iran ausgeliefert, noch aus Irak deportiert werden, oder innerhalb des irakischen Gebiets umgesiedelt werden,” so ein Brief unterschrieben vom Präsidenten der Grünen Parlamentariergruppe, Therese Frösch.

“Um diese Menschen zu schützen, fordern wir vom ICRC, sein Möglichstes zu tun, um sicher zu stellen, dass die Ashraf Region unter Kontrolle der Multinationalen Truppen verbleibt,” so die Schweizer Grünen weiter.

Das ICRC sagte, es sei in dieser Angelegenheit in Kontakt mit allen Beteiligten. Die Bewohner Ashrafs stehen unter Schutz laut der Vierten Genfer Konvention. Etwa 50 Familienangehörige der iranischen Opposition hielten vor dem UN-Gebäude in Genf seit dem 25. August tägliche Sitzstreiks ab.