Wednesday, November 30, 2022
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Überblick über die Proteste im Iran: Amtsträger des Regimes warnen vor sozialer Unzufriedenheit


Die iranischen Städte wurden in den letzten Tagen Zeuge von Protesten in allen Gesellschaftsschichten, das ist Berichten zu entnehmen, die Irans Opposition, die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), aufgezählt hat. Wegen der Wirtschaftskrisen des Iran haben diese Proteste die staatlichen Medien veranlasst, vor einem weiteren landesweiten Aufstand zu warnen.
Am Mittwoch, dem 19. Mai, haben Lehrer mit „grüner Auszeichnung” einen Protest vor dem Gebäude des Bildungsministeriums des Regimes abgehalten. Sie haben in den letzten Tagen öfter protestiert. Am Dienstag haben sie sich vor dem Parlament des Regimes versammelt.
Diese Lehrer haben ein Beschäftigungsexamen des Bildungsministeriums auf sich genommen und absolviert, das als „Examen nach Artikel 28“ bekannt ist. Aber das Regime hat keinen Plan herausgegeben, um diese Lehrer anzustellen. Laut den Protestierern gibt es 23 000 Anstellungsmöglichkeiten in der Regierung.
Diese Lehrer haben am Dienstag und Mittwoch skandiert: „Erhebt eure Stimmen, Lehrer, verlangt eure Rechte“.
Arbeiter des Asminon Bergwerks im Südosten des Iran haben am Dienstag und Mittwoch Proteste abgehalten. Am Mittwoch haben die erzürnten Arbeiter die Schnellstraße Kahnudsch-Bandar Abbas blockiert und die Nacht des Dienstag im Manojan Tunnel verbracht.
Laut den staatlichen Jamaran Nachrichten am Montag „haben Hunderte Arbeiter im Asminon Manojan Bergwerk im Süden der Provinz Kerman einen Protest veranstaltet nach Monaten der Unsicherheit, weil sie ihre Gehälter und Versicherungsprämien vom April nicht bekommen haben. Zuletzt haben sie in diesem Jahr ihre Arbeit verloren“.
Viele dieser Arbeiter haben sechs Monate keinen Lohn bekommen, bevor sie gefeuert wurden. Laut Berichten aus dem Iran gibt es mindestens 1 200 Arbeiter, die ihr Leben verloren haben und drei Arbeiter haben in den letzten Jahren ihr Leben verloren.
Statt die Forderungen der Arbeiter zu erfüllen, hat das Regime Einheiten gegen Aufruhr in das Gebiet geschickt.

Am Dienstag haben Mitglieder der Angestelltenkooperative der Golestan Stadtverwaltung eine Kundgebung vor dem Gebäude der Stadtverwaltung abgehalten. Sie haben 10 Jahre lang Geld an die Kooperative gezahlt, um Land zu kaufen, aber ihr Land wurde ihnen noch nicht übergeben.
Auch am Dienstag, dem 18. Mai, haben mehrere Fahrer des Teheraner Bus Unternehmens eine Kundgebung vor dem Gebäude des Stadtrats von Teheran abgehalten und von den Behörden gefordert, ihren Plan der Job Klassifikation zu überarbeiten. Die Fahrer forderten die Amtsträger des Regimes auch auf, auf ihre anderen überfälligen Forderungen einzugehen.

In der vergangenen Woche haben mehrere Mitglieder der Gewerkschaft der Arbeiter im Busunternehmen einen Antrag an den Rat der Stadt und der Stadtverwaltung von Teheran auf eine Überarbeitung des Plans für die Job Klassifikation gestellt.
Am Sonntag haben Rentner, Pensionäre und Lehrer der „Bewegung für Alphabetisierung“ in Teheran und 14 anderen Städten einen Protest begonnen. Sie wehrten sich gegen ihre elende wirtschaftliche Situation, ihre Bezüge unterhalb der Armutslinie und das Versäumnis des Regimes, auf ihre Minimalforderungen einzugehen.
Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, hat den protestierenden Lehrern und Rentnern ihren Gruß entrichtet, die skandierten: „Wir werden nicht länger wählen gehen; wir haben zu viele Lügen gehört”, „Wir werden nicht ruhen, bis wir bekommen, was uns zusteht“. Sie erklärte: Die fortgesetzten Proteste und Aufstände der Rentner, Lehrer, Arbeiter und Werktätigen lassen die unbeirrte Entschlossenheit des iranischen Volkes erkennen, sich einem illegitimen und verbrecherischen Regime entgegen zu stellen. Die Unterstützung der Protestierer ist eine nationale und patriotische Pflicht.
Die laufenden Proteste haben die staatlichen Medien und Amtsträger in Schrecken vor einem sozialen Aufruhr versetzt. Der Aufruf zum Boykott der Scheinwahlen des Regimes im Juni ist ein Zeichen des Hasses des Volkes auf das Regime.


„In den letzten Jahren wurde dem Leben der Menschen unendlicher Druck auferlegt, der auch seine Wurzel hat in der Ineffizienz des Verwaltungssystems des Landes und natürlich der Ineffizienz vorheriger Regierungen“, meinte Hossein Marashi, einer der früheren Amtsträger des Regimes.
„Während der letzten beiden Jahrzehnte haben sich die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Forderungen angesammelt. Da diese Forderungen nicht erfüllt wurden, haben sie einen großen Teil der Frustration verursacht. Die Verbitterung des Volkes ist eine politische Warnung, die sich jetzt in der Form der fehlenden Bereitschaft, an den Wahlen teilzunehmen, zeigt“, fügte Marashi hinzu laut der staatlichen Tageszeitung Sharq am Mittwoch.