Sunday, February 5, 2023
StartNachrichtenWiderstandÜbersicht der Iran – Proteste: 22. – 25. November

Übersicht der Iran – Proteste: 22. – 25. November


Proteste iranischer Arbeiter (Archivfoto)

Berichte der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) aus dem Land zeigen, dass es innerhalb der letzten Tage mehrere Proteste in allen Bereichen der Gesellschaft gab. So protestierten zum Beispiel am Montag Kohlearbeiter in Kerman, weil die Geschäftsleitung ihre Zugagen nicht eingehalten hat.

Am 24. November protestierte eine Gruppe von Anwälten und Mitgliedern der Rechtsanwaltskammer in Khuzestan vor dem Gebäude der Kammer in Amaniyeh in der Nachbarschaft von Ahvaz (Süwestiran). „Die Demonstration wird aus Protest gegen die Entscheidung des Parlamentes abgehalten, die Gesetze von Artikel 44 zu ändern, laut derer die Rechtsanwaltskammer als eine Art Geschäft angesehen wird“, sagte der Vertreter der protestierenden Anwälte.

Ebenfalls am 24. November gingen Fahrer, welche die Tageszeitung Donyay-e Eghtesad in den Provinzen ausliefern, in den Streik. Sie protestieren gegen die Coronavirus Restriktionen, welche sie von der Ausübung ihrer Arbeit abhalten.

Die Zeitungen gehören zu den am meisten betroffenen Branchen, nachdem die Regierung neue Coronavirus – Restriktionen verhängt hat. Nun können sie nicht mehr weiter arbeiten. In den ersten Tagen, so die Demonstranten, wurden die Zeitungsverteiler mit Strafen belegt, obwohl es eine Koordination mit dem sogenannten Ministerium für islamische Richtlinien gegeben hatte.

Am Mittwoch gingen die Arbeiter des Unternehmen Exir Sanat in den Streik. Dieses betreibt Feld 13 am South Pars Tonbak Kai im Südwesten des Iran. Die Arbeiter haben seit drei Monaten keine Löhne erhalten.

Am 25. November protestierten die medizinischen Studenten der Universität von Hamedan (Nordwestiran) gegen neue Bestimmungen, wie die Examensprüfungen abgehalten werden sollen. Die protestierende Studenten riefen Sprechchöre gegen die Vertreter der Universität und riefen zu ihrem Rücktritt auf.


Ebenfalls am Mittwoch gedachten Bürger aus Behbahan (Südwestiran) an Morteza Farajnia, die vor fünf Jahren von den staatlichen Sicherheitskräften (SSF; Polizei) vor der Bid-e Boland Raffinerie erschossen wurde. Die protestierenden Bürger sagten, dass die meisten Jugendlichen in der Stadt arbeitslos sind, obwohl die Bid-e Boland Raffinerie in ihrer Nähe ist. Sie betonten, dass die Beschäftigung lokaler Bürger durch lokale Unternehmen das Recht der Bürger ist und ergänzten:“ Die Jugendlichen dieser Stadt sollten nicht in anderen Städten und Provinzen arbeiten müssen, wenn die Bid-e Boland Raffinerie direkt hier vor Ort ist.“

Am 15. Dezember 2015 hatten sich die Bürger des Dorfes Behrohan Shahroui vor der Bid-e Boland 2 Gasraffinerie versammelt und nach Arbeit verlangt. Während der Demonstration eröffnete die unterdrückende SSF das Feuer auf die Demonstranten. Morteza Farajnia wurde dabei getötet und zwei weitere Personen verwundet.

Ebenfalls am Mittwoch gingen Bürger des Dorfes Agh-Mashhad in San (Hauptstadt der Provinz Mazandaran, Nordiran) auf die Straße, um gegen die Stiftung für Wälder und Weiden zu protestieren. Es gab Auseinandersetzungen mit dem Generaldirektor der Stiftung von Mazandaran und er wurde daran gehindert, sein Auto zu betreten.

Vertreter des iranischen Regimes, vor allem der oberste Führer Ali Khamenei, haben große Bereiche der iranischen natürlichen Ressourcen sowie Landflächen konfisziert, unter dem Vorwand, sie Stiftungen zukommen zu lassen. Die Astan-e Quds Razavi (AQR), eine der am längsten bestehenden finanziellen und religiösen Stiftungen im Iran, steht unter der direkten Kontrolle von Khamenei und sie kontrolliert einen großen Teil dieser Stiftung.
Laut eines speziellen Berichtes des iranischen Widerstandes, besitzt „Astan-e Quds Razavi im ganzen Iran mehrere Ländereien, Gärten, Brunnen und Aquädukte sowie 300.000 Pachtgrundstücke in Hamadan, Ost – Aserbaidschan, Golestan, Gilan, Teheran, Semnan und Yazd. Der geschätzte Wert des Landes von Astan-e Quds Razavi’ beträgt rund 20 Milliarden Dollar und darin sind andere Besitztümer noch nicht enthalten.

Die fortgesetzten Proteste im Iran in allen Bereichen der Gesellschaft zeigen, dass die Menschen das Regime für alle Probleme verantwortlich machen und nicht die Sanktionen, trotz all der Propaganda, die in dieser Hinsicht verbreitet wird. Das Mullahregime hat die iranische Wirtschaft zerstört und es wird mit dem Mißbrauch des Landes und seiner natürlichen Ressourcen sowie dem Wohlstand des Landes für die Finanzierung seiner terroristischen Aktivitäten fortsetzen. Die einzige Lösung für das Ende der wirtschaftlichen Not ist der Sturz des Regimes.