Friday, January 27, 2023
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UN Organisation für Atomenergie lehnt Angebot des iranischen Regimes des Zugangs zu einer Anlage ab

Die Aufsichtsorganisation der UNO für Atomenergie hat am Donnerstag ein Angebot des iranischen Regimes bezüglich des Zugangs zu einem Bezirk abgelehnt,

wo Experimente mit Sprengkörpern mit möglichem Gebrauch für die Entwicklung von Atomwaffen vorgenommen worden sein könnten. Dies mit der Begründung, dass damit ihren Besorgnissen nicht Rechnung getragen würde.

Das iranische Regime hat einem Gremium der Internationalen Atomenergie Organisation bei einem Treffen im vergangenen Monat mitgeteilt, dass es den Inspektoren der IAEO erlaubt, das im Westen gelegene Marivan zu besuchen.

Jedoch besteht für die IAEO die höchste Priorität für die lange hinausgezögerten Untersuchungen in Bezug auf das Nuklearprogramm des Iran darin, an eine andere Stelle zu gehen, nämlich die Militärbasis Parchin südöstlich von Teheran, wo der in Wien ansässigen Organisation   zufolge vor vielleicht einem Jahrzehnt Tests mit anderen Sprengkörpern mit Relevanz für Atomwaffen durchgeführt worden sein könnten.

Die Islamische Republik hat bislang den Zugang zu Parchin verweigert mit der Begründung, es handle sich um eine konventionelle militärische Einrichtung. 

Die IAEO hat gegenüber dem Iran dargestellt, dass die UN Organisation „besondere Besorgnisse hege im Hinblick auf Experimente in großem Maßstab mit hochexplosiven Vorrichtungen in den letzten drei Jahren“, hat der Direktor für öffentliche Kommunikation Serge Gas in einer Email mitgeteilt, wie es bei Reuters heißt.

Jedoch hat die IAEO „dem Iran gegenüber – bei mehr als einer Gelegenheit – klargestellt, dass das Angebot eines Besuches in Marivan nicht hilfreich sei für die Entkräftung von besonderen Besorgnissen im Hinblick auf Experimente in großem Maßstab mit hochexplosiven  Vorrichtungen“, schreibt er, ohne das näher auszuführen.

Inzwischen hat die IAEO am Donnerstag die Geldknappheit bei der Finanzierung ihrer Überwachungs- und Überprüfungstätigkeit über die nuklearen Aktivitäten im Iran hervorgehoben.

In einem besonderen Meeting der IAEO hat der Direktor der Organisation Yukiya Amano festgestellt, dass der IAEO 4,6 Mi. Euro (5,8 Mio. US Dollar) fehlen, um den Joint Plan of Action umzusetzen und die Mitgliedstaaten aufgefordert, sobald wie möglich dazu beizutragen, um eine zügige Fortsetzung der Überwachungstätigkeit sicherzustellen, wie es der Plan erfordert.

Amano teilte bei dem Treffen mit, dass die Arbeit der Organisation zu einem bedeutenden Anwachsen der Häufigkeit der Überprüfungen vor Ort geführt habe und außerdem zur Installation von mehr Gerätschaften zur Überprüfung und zu dem Ziehen von mehr Proben.

Mehrere Staaten sagten zu, sie würden der UN Atomorganisation zur Seite stehen, nachdem sie um 4,6 Mio. Euro (5,8 Mio. Dollar) gebeten hatte. Sie würden das sobald wie möglich tun, damit die Überwachung eines erweiterten Atomankommens zwischen dem Iran und den Weltmächten finanziert werden könne.

Die verbale Unterstützung bei einem Treffen der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) hat das politische Gewicht der Bemühungen deutlich gemacht, die atomaren Aktivitäten des iranischen Regimes zu zügeln.

Die Inspektoren der IAEO besuchen jetzt täglich die Anreicherungsanlagen von Natanz und Fordow. Vorher taten sie das nur einmal in der Woche. Es wurde auch für eine geeignete Ausstattung gesorgt, damit die Analysen durchgeführt werden können.