Saturday, December 10, 2022
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USA entschied sich gegen die Freilassung von fünf Iranern

Agenturen – Wie Regierungsvertreter der USA am Freitag bekanntgaben, entschied die Bushadministration in der letzten Woche, dass sie fünf mutmaßliche Mitarbeiter des Iranischen Geheimdienstes weiter in Gewahrsame behalten werde. Sie sollten ursprünglich im Austausch für die 15 vom Iran gefangenen Briten frei kommen.

Vizepräsident Dick Cheneys außenpolitischer Berater behielt bei einer internen Auseinandersetzung über das Schicksal der Männer die Operhand, bestätigten Regierungsvertreter der USA, die nicht genannt werden wollten. Staatssekretärin Condolezza Rice setzte sich für eine schnelle Freilassung ein, wurde aber überstimmt, teilweise aus der Ansicht heraus, dass die Freilassung nicht als Teil der Verhandlungen mit den Briten in Verbindung gebracht werde, behaupteten die Quellen.

Die Fünf sind siet Januar in den Händen der USA und sollen unter umstrittenen Umständen in Nordirak gefangen genommen worden sein. Die Bush Administration hatte den Iran beschuldigt, die hoch gefährlichen Road Side Bomben gegen die US Truppen im Irak einzusetzen und die instabile demokratische Regierung zu unterwandern.

Einige US Vertreter vermuteten, dass der Iran die 15 Seeleute gefangen genommen haben muss, weil er wohl hoffte, dass sich Großbritannien bei seinem engen Verbündeten in Washington für eine schnelle Entlassung der Fünf einsetzen werden. Großbritannien hat nach den USA die zweitgrößte Zahl von Truppen im Irak.

Die Fünf würden als Kriegsgefangene gesehen und wie die anderen Ausländer behandelt, die im Irak festgenommen wurden, sagte ein Regierungsvertreter. Das bedeutet, dass ihre Situation regelmäßig überprüft wird, ein Prozess, durch den sie "wahrscheinlich eine ganze Zahl von Wochen", möglicherweise sogar für mehrere Monate in Gefangenschaft bleiben würden, erklärte ein Regierungsvertreter.

Der US Vertreter wollte nicht genannt werden und beschrieb die interne Entscheidung der Administration. Über die Entscheidung wurde erstmalig am Freitag auf der Website der Washington Post berichtet.
Der Iran beschwerte sich jüngst über die Gefangennahme seiner Mitarbeiter im Irak und deutete an, dass es zum Boykott einer internationalen Konferenz über den Irak führen könne, wenn die amerikanischen Truppen die Fünf Angehörigen der Revolitionären Garden nicht auf freien Fuß setzen würde.

Die USA Truppen hatten die fünf Iraner im Kurdischen Teil Nordiraks festgenommen und erklärt, dass sie die Militanten mit Geld und Waffen ausstatten würden.

Der Kurdenführer Massoud Barzani sagte, dass die amerikanischen Truppen tatsächlich nach dem Besuch von Kommandeuren der Revolutionären Garden gekommen seien, die sich mit kurdischen Offizieren trafen.
Der Iran gibt an, dass die Männer Diplomaten gewesen seien und dass das besetzte Gebäude eine diplomatische Vertretung gewesen sei. Die Vereinigten Staaten behaupten, dass die Fünf keine diplomatische Immunität gehabt hätten und vorschriftsgemäß verhaftet worden seien.

Sie wurden keines Verbrechens beschuldigt, über ihre Festnahme ist wenig bekannt. Die Vereinigten Staaten gestatten dem Internationalen Roten Kreuz, die Männer aufzusuchen. Allerdings erhielten iranische Vertreter bisher noch keine Besuchsgenehmigung.

Ein iranischer Diplomat zeige unabhängig davon am Mittwoch Wunden an seinen Füßen und sagte, dass sie von Bohrern stammen sollen, und ihm in den beiden Monaten seiner Gefangennahme zugefügt worden wären. Er erklärte, dass er von den amerikanischen Offizieren bei den Vernehmungen unfreundlich behandelt worden sei, wenn er die Kooperation verweigerte.

Die USA dementierten jede Rolle bei der Gefangennahme von Jalal Sharafi, dem zweiten Sekretär der Iranischen Botschaft in Bagdad, der am 4. Februar von bewaffneten Räubern gefangen genommen wurde. Teheran sagte, dass er in einer unter amerikanischem Kommando stehenden irakischen Militäreinheit verhaftet worde sei. Die Anschuldigung wurde von mehreren schiitischen Gesetzmachern im Irak wiederholt.