Friday, February 3, 2023
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USA halten iranische Hilfe für Milizen der Sunniten und Schiiten für möglich

Agenturen — Waffen, die amerikanischen Offizieren zufolge seit mindestens vergangenem Jahr im Iran hergestellt worden sein könnten, tauchten in der vergangenen Woche in einem Gebiet mit sunnitischer Mehrheit auf, erklärte der Chefsprecher des amerikanischen Militärkommandos im Irak am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Der Sprecher, Generalmajor B. Caldwell IV. sagte, dass die Gefangenen in amerikanischem Gewahrsam darauf hingewiesen hätten, dass Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes die sunnitischen Aufständischen unterstützt hätten und, dass Vertreter des iranischen Geheimdienstes schiitische Extremisten im Iran ausbilden. Er machte keine näheren Angaben zu den Gefangenen sagte auch nicht, warum sie diese Information erhielten.

“Wir haben tatsächlich herausgefunden, dass in einigen Fällen iranische Geheimdienstquellen sunnitischen aufständischen Gruppen einige Unterstützung gegeben haben", sagte General Caldwell, der in der Nähe eines mit Waffen überhäuften Tisches sass, von denen das Militär behaupte, es stamme in großem Umfang aus iranischer Produktion.

Die Waffen wurden in der meist sunnitisch bewohnten Nachbarschaft von Bagdad gefunden, erklärte er, ein seltener Beweis für die Vermutungen des amerikanischen Militaers, dass es zwischen den iranischen und sunnitischen Aufständen Verbindungen geben müsse. Vor kurzen wurde eine Verbindung zu militanten Schiiten im Irak angenommen.

Die Anschuldigung, dass eine Verbindung zwischen dem iranischen Geheimdienst und den Aufständen der arabischen Sunniten bestehen koenne, ist neu. Das amerikanische Militaer hat in der Vergangenheit bestritten, dass Kreise im Iran den militanten Schiiten wirksame Roadside Bomben, bekannt als Explosive Durchschlagskörper, gegeben und sie in der Anwendung ausgebildet hätten.

Kritiker äusserten Zweifel an den Erklärungen des amerikanischen Militärs über diese Bomben und sagten, dass die Beweise, die sie mit dem Iran in Verbindung bringen zufaellig und nur logische Schlüssfolgerungen seien.

Die am Mittwoch vorgefuehrten Waffen waren konventioneller. Die Offiziere zeigten auf Markierungen, die ihrer Auffassung nach darauf hinweisen, dass es iranische Produkte seien.

Zur gleichen Zeit veroeffentlichte das Militaer Zahlen, die bewiesen, dass seit die neuen amerikanischen Bemühungen im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. März in Bagdad die Zahl der Todesopfer und Verwundeten unter der Zivilbevölkerung um 26 Prozent zurückgegangen sei, landesweit aber mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung zu beklagen waren.

Aus dem Militärbericht geht hervor, dass von Februar bis März landesweit die Zahl der Toden und Verwundeten, einschließlich der Zivilpersonen und der Angehörigen der irakischen sowie der amerikanischen Sicherheitskräfte um 10 Prozent angestiegen ist.

“Was bedeutet das?“, fragte General Caldwell und antwortete selbst: “Es bedeutet, dass wir immer noch eine Menge Arbeit haben.“

Das Militaer gab bekannt, dass am Mittwoch morgen ein Soldat in Bagdads Osten durch eine Roadside Bombe und ein anderer Soldat am Dienstag im Sueden Bagdads starb.

In seiner Erklaerung erneuerte General Caldwell die amerikanischen Behauptungen, dass der Iran nicht genuegend darauf ein ginge, den Waffentransfer von ausserhalb in den Irak zu stoppen.

Aus den Komentaren des Militaers am Mittwoch geht nicht klar genug hervor, ob Schlussfolgerungen daraus möglich sind, dass das Militaer annimmt, dass die Waffen, die in dem von Sunniten beherrschten Gebiet gefunden wurden, aus iranischer Produktion stammen bzw. warum der shiitische Iran sunnitische militante Kämpfer bewaffnen sollte.

Es gibt mehrere Möglichkeiten und die militärischen Offiziere sind nicht befugt, aus privaten Gründen öffentlich darüber zu sprechen. Es wird gesagt, dass sie über Syrien in den Irak kamen, ein langer Transitweg fuer Waffen aus dem Iran, die fuer die libanesische Schiitenmiliz der Hisbollah eingeschleust wurden. Eine andere Möglichkeit ist, dass Händler Waffen an alle Konfliktseiten verkaufen.

Die Waffen, die vor General Caldwell auf dem Tisch lagen, wurden nach seinen Aussagen zwei Tage zuvor gefunden, nachdem ein Bewohner aus Jihad, einer von arabischen Sunniten bewohnten Stadt im Westen Bagdads gefunden wurden die von irakischen und amerikanischen Soldaten gemeinsam betriebene Sicherheitsstation informiert hatte, dass dort illegale Waffen im Umlauf seien.

Die Soldaten fanden dort einen schwarzen Mercedes Sedan und auf seinem Hintersity, völlig offen zu sehen, eine Rakete eines gangigen Typs aus chinesischer Produktion, der überstrichen, neu markiert und vom Iran verkauft wurde, sagte Major Marty Weber, ein Spezialist der Artillerietechnik, der mit General Caldwell an der Pressekonferenz teilnahm. Im Kofferraum war Munition für Mörser, auf der als “Herstellungsjahr 2006“ angegeben war.

Vergraben im Hof eines nahe gelegenen Hauses fanden die Soldaten noch mehr Mörsermunition, 1.000 bis 2.000 Schuss Munition, fünf Handgranaten und ein paar in Bulgarien hergestellte Panyerabwehrgranaten, sagte Major Weber.

Die Waffen, waren nach Angaben der Militärvertreter iranischen Ursprungs und in english etikettiert. Major Weber sagte, dass das typisch sei für Waffen, die international gehandelt werden sollten. Er fügte hinzu, dass das Militär an der “Struktur der Munition, der Geometrie der Flossen und auch an den Produktionsrillen auf den Sprengköpfen “ erkannte, dass sie iranischen Ursprungs sei.

Er sagte auch, dass Mörsermunition mit 81 Milimeter auf dem Tisch regional nur im Iran hergestellt wird.

In der politischen Arena, gaben Mitglieder des Parlaments, die sich mit dem militanten schiitischen Kleriker Moktada al-Sadr verbuendet hatten, dass sie aus der Regierung aussteigen würden, es sei denn, Premierminister Nuri Kamal al-Maliki würde einen Zeitplan aufstellen, bis wann die amerikanischen Truppen den Irak zu verlassen hätten. Maliki verwarf den Gedanken in dieser Woche. Die Lage blieb extrem gespannt.

Das Militär der Vereinigten Staaten schätzte, dass die Liste der Aufständischen am Dienstag in Fadhil auf 14 Tote, 8 Gefangene und 12 Verwundete angestiegen sei.

Sheich Jasim Zehiza Jasm, der Imam der Al Joba Moschee, dessen Bruder von der irakischen Armee ermordet worden war, sagte das er am Boden zerstört und durcheinander gewesen sei, wieso gerade sein Bruder ermordet wurde. ”Er wurde erst 1982 geboren”, sagte Sheich Jasim, ”und hat zum Gebet gerufen. Ich danke den Regierungen Iraks und Amerikas im Namen des der Menschen von Fadhil fuer ihre blutige Demokratie.

Dank an Khalid al-Ansary für die Zuarbeit zu diesem Beitrag.