Tuesday, December 6, 2022
StartNachrichtenWiderstandWährend die Mullahs das iranische Volk auf das Minenfeld von COVID-19 schicken,...

Während die Mullahs das iranische Volk auf das Minenfeld von COVID-19 schicken, versuchen sie selbst, der Infektion auszuweichen

Am Sonntag, den 16. August gaben die MEK bekannt, daß der Todeszoll des COVID-19 in 392 Städten die Zahl 89 600 überschritten habe.

Ein Blick auf die Art, wie das iranische Regime sich während der Verbreitung von COVID-19 zu seinem Volk stellt, reicht aus, um klar zu machen, daß die Mullahs sich des Virus bedienen, um ihre sinistren Ziele zu erreichen. Dabei achten sie darauf, daß sie selbst von dem Virus nicht angesteckt werden.

Der Präsident des iranischen Regimes, Hassan Rouhani, verweigerte einen Besuch des Parlaments; er nahm das Risiko in Kauf, daß er nicht in der Lage sein könnte, seinen Kandidaten für das Amt des Industrie- und Bergbauministers mit genügend Stimmen durchzu-bringen. Eine andere Entwicklung: Der Expertenrat des Regimes hat in der vorigen Woche wegen der Epidemie des Coronavirus seine Sitzung ausfallen lassen. Doch dabei beharren Rouhani und andere Funktionäre darauf, daß die Aufnahmeprüfungen zum Studienbeginn sowie die Trauerfeierlichkeiten für Hossain-ibn-Ali, den Dritten Imam des schiitischen Islams, stattfinden, wobei von Funktionären des Regimes zahlreiche Warnungen ausgesprochen worden waren, die vorausgesagt hatten, daß die Trauerfeierlichkeiten für Muharram und die Aufnahmeprüfungen die Zahl der vom COVID-19 Infizierten und der Todesfälle zunehmen lassen würden.

Am Samstag sagte Rouhani: „Wenn über die Aufnahmeprüfung gesprochen wird, fragen einige, ob sie überhaupt stattfinden soll. Nun, wie steht es denn damit, daß wir heute auf die Straße gehen, daß die Büros, die Geschäfte, die Einkaufszentren geöffnet sind? Die Aufnahmeprüfungen sind doch nichts anderes.“

Auch warf er den Leuten vor, sie nähmen die Gesundheitsstatistik nicht ernst; diese Krankheit sei von „sehr kurzer Dauer“. Und im Februar hatte er gesagt, alles werde am 29. wieder normal sein.

Die Organisation der Volksmojahedin ds Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) gab am Sonntag bekannt, es seien an der Epidemie des neuartigen Coronavirus annähernd 90 000 Menschen gestorben. Das Volk kämpft aufgrund der verfehlten Wirtschafts- und Außen-politik des Regimes und der Epidemie des Coronavirus mit wirt-schaftlichen Engpässen. Doch anstatt ihm zu helfen, machen der Höchste Führer Ali Khamenei und Rouhani es für die Verbreitung des Virus verantwortlich und schwindeln, „es mangele ihm an Zusammenarbeit“, und es „halte sich nicht an das Gesundheits-protokoll, während dessen sie es weiterhin auf das Minenfeld des Virus schicken.

Khamenei hat diese Epidemie mit ihrem zunehmenden Todeszoll als „Segen“ für das Regime und nicht als Desaster für das Volk bezeichnet. Die Kette der Ereignisse zeigt: Das Regime betrachtete tatsächlich das Virus als Segen vom Himmel und als einen Verbündeten in dem Unternehmen, die unruhige Gesellschaft zum Schweigen zu bringen – und dies besonders nach den Aufständen, die im November 2019 und Januar 2020 den ganzen Iran überzogen und damit die Fundamente des Regimes ins Wanken brachten.

Dessen verfehlte Sozial- und Wirtschaftspolitik und die von ihm bereits 40 Jahre lang ausgeübte Repression haben die iranische Gesellschaft in ein Pulverfaß verwandelt. Nach den Demonstrationen, die im November und Januar das ganze Land überzogen und bei denen die Leute „Tod dem Diktator!“, skandierten, haben die Mullahs verstanden, daß ein weiterer Aufstand unvermeidlich ist. Der allgemeine Boycott der Farce der Parlamentswahl zeigte, wofür das iranische Volk wirklich stimmt: den Wandel des Regimes.

Um sein Leben zu verlängern, hat das iranische Regime die Existenz des Virus fast einen Monat lang geleugnet. Es hielt die Wahlen ab, obwohl den Funktionären klar war, daß sie weithin vom Volk boykottiert werden würden. Als sie gezwungen waren, die Existenz des Virus zuzugeben, begannen sie, es zu verharmlosen. Sie sagten den Leuten, sie sollten während der Ferien zu Hause bleiben, hielten dabei aber alle Autobahnen geöffnet und verfügten kein Gesundheitsprotokoll. Im Iran war die Quarantäne anders als in anderen Ländern. Die Menschen wurden von der Regierung nicht un-terstützt; somit nahm der Haß auf sie zu. Daher zwangen Khamenei und Rouhani die Leute zur Rückkehr an die Arbeit.

Das Resultat

Der verfehlte Umgang des Regimes mit der Epidemie des Coronavirus hat den Haß, den das Volk ihm gegenüber empfindet, zunehmen lassen. Das Regime setzt das Virus ein und tötet Menschen, um jeden weiteren Aufstand zu verhindern. Doch diese Maßnahmen werden bald die Trauer des Volkes um die Lieben, die es verloren hat, in weiteren Haß auf das Regime verwandeln.

Dazu schrieb die staatliche Tageszeitung „Mostaghel“ am 13. Juli: „Dies Volk wird nicht vergessen, wie es in den bitteren Tagen im Stich gelassen wurde. Davon werden die Ereignisse, die jetzt aufziehen, bestimmt werden. Die Regierung hat es versäumt, das Coronavirus einzudämmen und zu kontrollieren, um auf diese Weise den Ärger des aufsässigen Volkes in Grenzen zu halten. Ich wünschte, sein Leiden und seine Krankheit würden nicht als Kur des Vergessens und als Rache an den Ereignissen des Novembers und des Dezembers eingesetzt werden. Denn bald wird das Volk an den Tisch treten, um zu essen, und die Verzweiflung über den leeren Tisch wird es zu neuen Demonstrationen auf den geschäftigen Straßen führen.“