
NWRI – Bei einer Rede auf einer Konferenz in Paris beschrieb der frühere Geheimdienstchef von Frankreich, Yves Bonnet, das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen des Iran als „abscheuliches Ausmaß“ und „systematisch geplant“ als die beiden fundamentalen Aspekte dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit, welches auf keinen Fall ungesühnt bleiben sollte.
Die Konferenz fand am Rande einer Ausstellung über den Horror des Massakers an politischen Gefangenen im Iran statt, die in der Stadthalle des 1. Arrondissement von Paris unter der Anwesenheit von Bürgermeister Jean-François Legaret am 17. August eröffnet wurde.
Yves Bonnet ist zur Zeit der Präsident des Internationalen Zentrum für Forschung und Studien über Terrorismus und der Hilfe von Terroropfern (CIRET-AVT). Er sagte gegenüber den Teilnehmern:“ Das Massaker von 1988 hat zwei fundamentale Aspekte. Der erste Aspekt ist das Ausmaß des Horrors. 30.000 Menschen nacheinander zu ermorden, braucht eine Menge Zeit, Planung und „Umsetzung“. Alleine aus dieser Sicht ist es schon der blanke Horror.“
„Der zweite Aspekt ist die Methode, der Weg der Vorbereitung, die Entscheidungsfindung und dann die Ausführung“.
„Die Gründung von Todeskomitees, die Benennung der jeweils drei Personen, welche die Urteile treffen sollten, fand bereits zuvor statt. Die Methode und die Organisation zeigt eine Art von Vorbereitung und Willen, diesen Weg zu gehen, die nur mit einem Regime in Europa zu vergleichen ist, den Nationalsozialisten.“
„Es ist wichtig, zu wissen, dass all dies systematisch geplant wurde. Die Gründung der Todeskomitees, die Einsetzung, Verteilung in allen Teilen des Iran und dass es eine größere Gruppe von Personen gibt, die außerhalb dieser Komitees die Fäden zogen, zeigen eindeutig, dass es mehrere Monate der Vorbereitung gegeben haben muss.“
„Das heißt, dass was im Sommer 1988 geschah, war geplant und vorbereitet worden. Das ist ein sehr spezieller Aspekt, den man berücksichtigen muss.“
Bonnet ergänzte, dass die Briefe von Ajatollah Hossein Montazeri an den früheren obersten geistlichen Führer Al Chamenei belegen, dass die meisten Opfer dieses grausamen Verbrechens Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) waren
