Saturday, December 3, 2022
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IRAN: Am 27. Tag ihres Hungerstreiks verschlechtert sich der Gesundheitszustand der politischen Gefangenen rapide

Weiterhin enthalten die Behörden des iranischen Regimes im Gefängnis von Gohardasht fast zwei Dutzend politischen Gefangenen jede medizinische Versorgung vor; dabei verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand in der fünften Woche ihres Hungerstreiks rapide.

Der Gesundheitszustand dieser politischen Gefangenen, die sich in Halle 10 der Abteilung 4 des Gefängnisses von Gohardasht befinden, hat sich verschlechtert. Sie sind sehr schwach geworden und leiden unter Bluthochdruck, ebenso unter schweren Kopfschmerzen, bedingt durch Mangel an Luftaustausch in den Einzelzellen und der Halle. Schon früher, am 23. August, hatten einige von ihnen Mühe, sich während der Besuche ihrer Angehörigen zu setzen.

Die Behörden des Gefängnisses haben den Druck auf die streikenden politischen Gefangenen erhöht, nachdem der Ankläger von Teheran auf die zahlreichen Bekundungen der Solidarität mit ihnen im Lande und im Ausland schamlos reagiert hatte.

Abbas Jafari-Dolatabadi, der Generalstaatsanwalt von Teheran, der von der Europäischen Union wegen ernster Menschenrechtsverletzungen mit einer Sanktion belegt wurde, erklärte am Mittwoch, den 23. August: „Die Justiz wird sich dem Hungerstreik von Häftlingen nicht beugen.“

In Solidarität mit den streikenden politischen Gefangenen des Gefängnisses von Gohardasht trat eine Gruppe politischer Gefangener im Gefängnis von Ardebil für sieben Tage in einen Hungerstreik, der am Donnerstag, den 24. August begann. In einem offenen Brief an die Besondere Berichterstatterin der Vereinten Nationen über die Menschenrechtslage im Iran, Frau Asma Jahangir, baten sie sie dringlich, sich der Situation der streikenden Häftlinge anzunehmen.

Im Gefängnis von Zabul befindet sich der politische Gefangene Arjang Davoodi aus Solidarität mit den streikenden politischen Gefangenen des Gefängnisses von Gohardasht seit dem 20. August im Hungerstreik. Zugleich protestiert er gegen seine entsetzliche Situation in der Einzelhaft des Gefängnisses von Zabul.

Der politische Gefangene Mehdi Farahi Shandiz, der im Zentralgefängnis von Teheran festgehalten wird, hat aus Solidarität mit den streikenden Häftlingen des Gefängnisses von Gohardasht einen dreitägigen Hungerstreik angekündigt.
Dr. Mohamad Maleki, der erste Kanzler der Universität von Teheran nach der anti-monarchischen Revolution, erklärte sich solidarisch mit den im Hungerstreik befindlichen Häftlingen.

In einer Erklärung, die er zum Jahrestag das Massakers des Jahres 1988 an politischen Gefangenen veröffentlichte, erklärte er erneut sein Gelübde, weiterhin nach Gerechtigkeit zu suchen – bis zu dem Tag, an dem die für dies große Verbrechen gegen die Menschlichkeit Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Der iranische Widerstand betont: Das Leben der streikenden Häftlinge, von denen einige aufgrund der jahrelangen Haft und Folter an verschiedenen Krankheiten leiden,  befindet sich in schwerer Gefahr. Er fordert die internationalen Menschenrechts-Organisationen auf, zu handeln, um das Leben der Häftlinge zu retten und ihnen die elementaren Grundrechte zukommen zu lassen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 23. August 2017