Tuesday, December 6, 2022
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Maryam Rajavi: Das iranische Regime hat es nicht vermocht, die PMOI zu vernichten, um sein Überleben zu garantieren

Freitag, den 1. September 2017, 18.34 Uhr

Am vierten Jahrestag des Massakers an 52 Mitgliedern der PMOI, die in Ashraf (Irak) lebten und auf Geheiß des iranischen Regimes von der Marionettenregierung des Irak und ihren Agenten ermordet wurden, sagte Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands: Die Massenhinrichtung von Mitgliedern der PMOI war die verborgene Kehrseite des Rückzugs, den das Regime bei den Nuklearverhandlungen und dem JCPOA vollziehen mußte.

Vor dem Beginn der Gespräche mit den Mächten P5+1 und der Unterzeichnung eines Abkommens im November 2013 verfiel das Regime auf das Massaker in Ashraf. Nach Khameneis Zustimmung zu dem JCPOA im Oktober 2015 wurde Camp Liberty mit Raketen angegriffen. Alle Stadien der Nuklearverhandlungen – von den geheimen Gesprächen bis hin zur Unterzeichnung des JCPOA – wurden begleitet von mörderischen Angriffen auf die Bewohner Ashrafs. Das Regime sieht sich getrieben, die wichtigste Bedrohung seiner Existenz, die PMOI und den iranischen Widerstand, zu vernichten, um sein Überleben zu sichern.

Während einer Feier in Tirana, an der eine Reihe international angesehener Persönlichkeiten und eine große Gruppe von Mitgliedern der PMOI teilnahmen, sagte Frau Rajavi, dennoch werde die Erinnerung an das in Ashraf begangene Massaker nicht verblassen. Wie das Massaker des Jahres 1988 habe es direkt mit dem Widerstand, der Freiheit und den Menschenrechten im Iran zu tun. Das Dossier zu Ashraf müsse geöffnet, und Khamenei, Maliki und andere, die in dies Massaker verwickelt seien, müßten vor Gericht gestellt werden.

Ebenso muß geklärt werden, weshalb die Vereinigten Staaten ihren offenkundige, unleugbaren Verpflichtungen zum Schutz der Bewohner der Lager Ashraf und Liberty den Rücken gekehrt und gegen ein so großes Verbrechen nichts unternommen haben. Es ist ein Teil der Beschwichtigungspolitik, besonders in den letzten acht Jahren, die den Mullahs manchen Gewinn sicherte. Die überwältigende Mehrheit der Desaster, die das Regime im Mittleren Osten anrichtete, wurde dadurch möglich, daß es sich auf diese Politik verlassen konnte.

Mit Bezug auf das Vermögen der PMOI im Irak, das 600 Millionen Dollar wert ist, wiederholte Frau Rajavi, die Vereinigten Staaten und die Vereinten Nationen hätten in den vergangenen Jahren zur Lösung des Problems des Vermögens der PMOI in Ashraf und Liberty mehrfach schriftliche und mündliche Versprechungen abgegeben. Sie rief die USA und die UNO auf, die Regierung des Irak zu verpflichten, die PMOI für ihr verlorenes Vermögen zu entschädigen – und dies angesichts der Tatsache, daß das Vermögen der PMOI in diesen beiden Lagern den Organen der Regierung des Irak vollständig zur Verfügung steht.

Frau Rajavi pries den Hungerstreik der politischen Gefangenen im Gefängnis von Gohardasht (Iran); sie sagte: Der Widerstand dieser tapferen Häftlinge hat überall im Lande und auch in der Welt Solidarität hervorgerufen. Sie forderte die internationale Gemeinschaft auf, die religiöse Diktatur im Iran zu verurteilen und auf die Beendigung der Folter und der Verfolgung politischer Gefangener zu verpflichten.

In einem anderen Teil ihrer Rede sagte Frau Rajavi: Seit der Massenhinrichtung von Mitgliedern der PMOI in Ashraf sind vier Jahre verstrichen, doch die folgenden Pläne des Regimes, die PMOI zu vernichten, sind fehlgeschlagen; die Opfer haben im Volk nur noch größere Proteste und Aufmerksamkeit hervorgerufen. Zwei Jahre nach der Unterzeichnung des JCPOA konnten die Mullahs weder die Wirtschaft des Landes vor dem Bankerott retten noch den Forderungen der standhaften iranischen Gesellschaft entsprechen. Sie haben keinen Auweg aus dem Sumpf in Syrien gefunden, und die Kluft an der Spitze dieses ominösen Regimes wird immer tiefer.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 1. September 2017