Saturday, December 10, 2022
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Fungiert Maliki als Vermittler bei direkten Gesprächen zwischen dem iranischen Regime und den USA?

NWRI – Der irakische Premierminister Nuri al-Maliki sagte diesem Monat gegenüber der Obama Administration, dass das iranische Regime an direkten Gesprächen mit den USA bezüglich des Atomprogramms interessiert sei. Das berichteten westliche Quellen am Donnerstag.

„Bei einem Treffen Anfang Juli mit dem US Botschafter in Bagdad sagte Maliki, dass er eine Nachricht von iranischen Regimevertretern übermitteln soll, dass Hassan Rohani – der kommende iranische Präsident – ernsthaft an Diskussionen mit den USA interessiert sei.“ Das zeigen, so die NY Times, Mitschriften von dem Treffen.

„Obwohl Maliki behauptet, mit engen Vertrauten des iranischen geistlichen Führers in Kontakt zu stehen, hat Khamenei bisher nicht erkennen lassen, wer aus iranischer Seite dieses Angebot gemacht haben soll. Einige westliche Vertreter sind daher weiterhin skeptisch, ob es sich wirklich um eine Initiative des iranischen Führers handelt oder ob Maliki diese Idee von sich selbst heraus initiiert hat.“, heißt es weiter.

Das US Außenministerium hat die Kommentare von Maliki nicht bestätigt oder erläutert, welche Schritte die USA nun unternehmen sollen.

Doch Patrich Ventrett, ein Sprecher des Außenministeriums, wurde mit den Worten zitiert:“ Wir haben mehrfach betont, dass wir gegenüber direkten Gesprächen mit dem Iran offen sind, um die Sorgen der internationalen Gemeinschaft über das iranische Atomprogramm zu beenden.“

Die Idee direkter Gespräche unter der Vermittlung des Irak sind jedoch nichts Neues.

Es gab bereits Gespräche in Bagdad, doch dabei ging es um die Konflikte im Irak und die Unterstützung des iranischen Regimes für dortige bewaffnete Einheiten und nicht um das Atomprogramm, dennoch führten auch diese zu keinerlei Ergebnissen.

Der oberste iranische Führer, Ali Khamenei, hatte noch am Sonntag gesagt, dass Washington „nicht vertrauenswürdig“ genug für den Aufbau diplomatischer Beziehungen sei.

Seine Aussagen kamen, nachdem einige US Vertreter und eine Gruppe von Politiker gefordert hatten, nach der Amtseinführung von Hassan Rohani neue diplomatische Beziehungen mit dem iranischen Regime aufzunehmen.

„Ich habe schon zu Beginn des iranischen Jahres gesagt, dass ich gegenüber Verhandlungen mit den USA nicht optimistisch bin, obwohl ich in den letzten Jahren zum Beispiel über Fragen des Irak nie Verhandlungen untersagt habe.“, sagte er gegenüber Regimevertretern bei einem „Iftar“ Essen, welches während des heiligen Monates Ramadan stattfindet.

„Die Amerikaner sind…..nicht vertrauenerweckend und sie sind gegenüber ihren Verhandlungspartnern nicht ehrlich….Das Auftreten der US Vertreter in den letzten Monaten hat mir wieder einmal gezeigt, dass man nicht zu optimistisch sein sollte.“, sagte er bei dem Iftar, bei dem auch Hassan Rohani und Mahmoud Ahmadinejad teilnahmen.

Khamenei hat das letzte Wort bei zentralen politischen Fragen des iranischen Regimes.