Monday, February 6, 2023
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Rebellion im Evin Gefängnis beweist das Scheitern des Regimes bei der Einschüchterung von Dissens


Das berüchtigte iranische Evin-Gefängnis wurde am Samstag von Bränden heimgesucht, wenige Stunden nachdem Gefangene trotzig „Tod dem Diktator“ skandiert hatten, als die Anti-Regime Proteste im ganzen Iran in ihren zweiten Monat gingen.

Einheimische hörten Schüsse und Explosionen. Ein Video aus dem Iran zeigte mehrere Konvois von Anti-Aufruhr Einheiten, die eingesetzt wurden, um Gefangene zu unterdrücken. Evin ist als eines der schrecklichsten Gefängnisse des Iran bekannt, aber auch als Bastion des Widerstands gegen die herrschende Theokratie und das Regime des Schahs.

Die Mauern dieses Gefängnisses im Norden Teherans tragen die Erinnerungen an Tausende von Helden, die ihr Leben für einen freien Iran geopfert haben.

Laut Berichten der führenden iranischen Oppositionsgruppe Mujahedin-e Khalq (MEK) riefen politische Gefangene in der siebten und achten Abteilung „Tod dem Diktator“, während sie sich im Gefängnishof versammelten. Kurz darauf versuchten Gefängniswärter, ihren Protest zu unterdrücken, während sie Tränengas abfeuerten.

Gefangene stießen mit den Sicherheitskräften zusammen. Unfähig, die inhaftierten, aber entschlossenen Insassen zu unterdrücken, entsandte das klerikale Regime weitere Einheiten in das Gefängnis, unter anderem eine IRGC-Spezialeinheit (NOPO), die bis 1:30 Uhr Ortszeit brutal gegen unbewaffnete Gefangene vorging.

Berichten zufolge wurden etwa 60 Gefangene getötet. Zunächst berichteten staatliche Medien von vier Todesfällen und revidierten die Zahl nach 48 Stunden auf acht.

Ein verheerendes Feuer brach im Evin-Gefängnis aus und das Regime weigerte sich, es zu löschen, um so viele Insassen wie möglich zu töten, während es jede Schuld bestreitet.

In den sozialen Medien gepostetes Filmmaterial zeigte sogar vier Personen, die flüssiges Material auf das Dach eines Gebäudes gossen, das als Nähwerkstatt des Gefängnisses identifiziert wurde, was die Flammen verstärkte.

Während Anti-Regime Slogans der Gefangenen zu hören waren, behaupteten Vertreter fälschlicherweise, der Vorfall am Samstag sei auf einen Gefängniskampf zwischen Insassen zurückzuführen, die wegen Steuerverbrechen angeklagt waren. Sie beschuldigten auch Häftlinge, die Nähwerkstatt in Brand gesteckt zu haben.

Während Vertreter des Regimes behaupteten, sie hätten die Situation unter Kontrolle, zeigte der Vorfall, wie sehr sich der Aufstand in eine landesweite Revolution verwandelt hat, die einen Regimewechsel fordert.

Während die Proteste am Samstag in verschiedenen Teilen Teherans und anderen Städten im Iran fortgesetzt wurden, eilten viele Bürger den Gefangenen zu Hilfe.

Demonstranten stießen auf dem Weg zum Evin-Gefängnis mit Sicherheitskräften zusammen, die mit Tränengas reagierten. Anti-Aufstandseinheiten griffen auch Familienmitglieder und Einheimische an, die sich vor dem Gefängnis versammelt hatten und setzten scharfe Munition und Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen.

Trotz seiner äußersten Brutalität gelang es dem klerikalen Regime nicht, die Stimme der trotzigen Gefangenen im Evin-Gefängnis zu unterdrücken. Ihre Schreie hallten in der ganzen Welt wider, als Mitglieder der iranischen Diaspora und MEK-Unterstützer in Dutzenden europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten nächtliche Proteste abhielten, um die mutigen Insassen von Evin zu unterstützen.

Bald schon war die weltweite Verurteilung dieser Brutalität in Solidarität mit den auferstandenen Gefangenen in aller Welt zu hören.

Die Unruhen im Evin-Gefängnis ereigneten sich, nachdem sich eine Woche zuvor Gefangene im Lakan-Gefängnis in Rasht dem landesweiten Aufstand angeschlossen hatten. Die Behörden versuchten, diesen Protest zu unterdrücken, indem sie das Gefängnis in Brand steckten und scharfe Munition einsetzten. Dutzende wurden getötet und verletzt.

Eine Woche später brach im Evin-Gefängnis ein Protest aus. Als das Regime Gefangene in Evin brutal unterdrückte, dauerte es nur drei Tage, bis Insassen des Ghezelhesar-Gefängnisses in Karaj eine Kundgebung abhielten und Anti-Regime Parolen skandierten.

Seit Beginn des Aufstands im Iran am 23. September hat das harte Durchgreifen der Behörden den gegenteiligen Effekt. Anstatt Angst in den Herzen der Menschen zu verbreiten, stärkten die Versuche des Regimes, Demonstrationen zu unterdrücken, den Mut und die Entschlossenheit der Bürger, dieses Regime zu stürzen.

Diese Proteste sind das Abbild einer trotzigen Nation, die genug von der Korruption, Unfähigkeit und Unterdrückung des Regimes hat. Was viele als Irans Revolution mit seiner Kultur des Widerstands betrachten, geschah nicht in zwei Wochen; sie ist das Ergebnis von vier Jahrzehnten organisierten Widerstands gegen das tyrannische Regime.

Der bemerkenswerte Mut und die Widerstandsfähigkeit der Gefangenen in Evin und anderen Gefängnissen steht im Einklang mit jenen mutigen Seelen, die sich weigerten, ihr Ideal eines freien Iran in den 1980er Jahren zu verleugnen und die ihr Leben für diese Sache opferten. Im Sommer 1988 wurden im ganzen Iran über 30.000 politische Gefangene massakriert. Das Evin-Gefängnis hatte einen großen Anteil dieser Insassen, die sich weigerten, sich dem Regime zu beugen.

Kurz gesagt, was im Iran passiert, ist kein Zufall. Ihr Ziel ist ein Regimewechsel und da 43 Jahre Beharrlichkeit eine Richtschnur sind, wird die prodemokratische Bewegung um jeden Preis erfolgreich sein.

Das iranische Volk hat seine Entschlossenheit gezeigt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es die brutale Tyrannei überwinden wird. Die Weltmächte sollten über ihre routinemäßigen Verurteilungen hinausgehen und das Recht des iranischen Volkes auf Selbstverteidigung anerkennen.

Der Iran würde mit einer internationalen, entschlossenen Politik gegenüber Teheran zweifellos den Gewaltkreislauf des Regimes durchbrechen und es würde den Iranern dabei helfen, etwas zu erreichen, das dem globalen Frieden und der Sicherheit dient: Einen freien, säkularen und nicht atomaren Iran.