StartNachrichtenMenschenrechteHoglund übergibt Brief vüber Camp Ashraf an Ban Ki-moon

Hoglund übergibt Brief vüber Camp Ashraf an Ban Ki-moon

Mr. Morten HaglundDas norwegische Außenministerium und der auswärtige Ausschuß im Parlament haben betont, dass sie die Situation in Ashraf intensiv verfolgen. Der Generalsekretär der UN wurde bei einem Besuch in Oslo gebeten, die Initiative in dieser Hinsicht zu übernehmen.

Quelle: Die norwegische Tageszeitung Aftenposten vom 9.September 2009

Als Ban Ki-moon, der UN Generalsekretär, sich mit norwegischen Parlamentariern des auswärtigen Ausschusses am Montag traf, bekam er einen Brief von Morten Haglund (Fortschrittspartei) über die Schilderung der Situation von Camp Ashraf. Haglund bekam mündliche Unterstützung von anderen Ausschußmitgliedern.

Er sagte: „Ich war zwei Mal dort und kenne viele Leute aus Ashraf. Viele von ihnen haben Verwandte in Norwegen. Ich gab Ban Ki-moon in ihrem Namen diesen Brief. Es gibt ernsthaft Sorgen über die Zukunft und die Sicherheit der Bewohner.“

UN muss Initiative zeigen
Der Politiker der Fortschrittspartei sagte, dass es einen internationales „Tauziehen“ um das Camp gebe und das er eine „vollständige menschliche Katastrophe“ befürchtet. Er glaubt, dass „es eine Notwendigkeit für eine wichtige Organisation wie die UN im Irak gibt, die Interesse und Initiative zeigt.“

Haglund sagte auch, dass er mit dem Außenministerium in Kontakt steht, um sich über die Situation auszutauschen und dass sie seine Sorge über die Entwicklungen teilen. Er denkt, dass Norwegen die Angelegenheit vor den UN Menschenrechtsrat bringen muss.

Vidar Bjørnstad (Arbeiterpartei) war einer derjenigen, der Haglund’s Brief an Ban Ki-moon unterstützte. Er ist ebenfalls der Meinung, dass Norwegen eine aktivere Rolle für Camp Ashraf übernehmen muss.

Bjørnstad sagte: „Ich denke, dass die norwegischen Mitarbeiter daran arbeiten müssen, die Angelegenheit auf die Tagesordnung zu bringen und damit die Aufmerksamkeit über die Probleme eines möglichen gewaltsamen Vertreibens zu erhöhen. Die Angriffe auf das Camp müssen untersucht werden und eine Delegation der UN oder anderen Organen muss dorthin geschickt werden, damit sicher gestellt wird, dass die Bewohner effektiv geschützt werden.“

Bjørnstad und Haglund trafen sich letzte Woche mit einer Delegation des NWRI, die von Mohammad Mohaddessin angeführt wurde.

Ein norwegischer Bürger
Nach den Aussagen des NWRI befindet sich ein norwegischer Bürger unter den Bewohnern von Camp Ashraf. Das norwegische Außenministerium sagte, dass es seit Sommer intensiv die Situation verfolge. Bjørn Svennungsen, ein Berater im Ministerium sagte: „Unsere Botschaft (in Jordanien) hat mit ihm Kontakt aufgenommen, um heraus zu finden, ob er Hilfe vom Konsulat benötigt. Aber es gibt bisher keine Antwort.“

Er ergänzte, dass das Außenministerium die Entwicklungen genau beobachtet und in Kontakt mit dem UN Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und der UN Mission im Irak (UNAMI) steht, welche kürzlich Ashraf besuchte.

Svennungsen sagte: „Wir stehen auch in Kontakt mit anderen Verbündeten, darunter auch mit anderen nordischen Ländern, im Hinblick auf die dortige Situation, sowie mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes. Wir haben die Angelegenheit auch mit irakischen Mitarbeitern erörtert und haben von ihnen Erklärungen gefordert. Wir haben um ein Treffen mit der irakischen Mission gebeten, um mehr Erklärungen in dieser Angelegenheit zu erhalten.“