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Iran: Internationaler Aufruf zur Freilassung des politischen Gefangenen Ebrahim Khalil Sadiqi (65) aus der Einzelhaft im Khoy-Gefängnis

Er leidet an schwerem Diabetes und befindet sich seit zwei Wochen im Hungerstreik. Seine Gesundheit und sein Leben sind in Gefahr

Der iranische Widerstand fordert den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und seinen Sonderberichterstatter für Menschenrechte sowie internationale Menschenrechtsverteidiger auf, dringende Maßnahmen für die sofortige Freilassung des politischen Gefangenen Ebrahim Khalil Sadiqi Hamedani, 65 Jahre alt, im Khoy-Gefängnis sowie seines Sohns Parsa Sadiqi im Naqadeh-Gefängnis einzuleiten. Beide sind seit zwei Wochen im Hungerstreik.

Die Gesundheit von Ebrahim, der an schwerem Diabetes leidet, ist gefährdet. Im Sommer 2023 wurde ihm aufgrund der starken Diabeteserkrankung der Zeh amputiert. Anstatt auf Ebrahims Forderungen einzugehen und ihn medizinisch zu versorgen, steckten ihn die kriminellen Elemente des Regimes in Einzelhaft.

Salar Sadiqi, der sich ebenfalls gleichzeitig mit seinem Vater im Hungerstreik befand, wurde am 16. Januar aus Rache in das Naqadeh-Gefängnis verlegt, anstatt zu seinem Vater überstellt zu werden.

Ebrahim Khalil Sadiqi wurde zusammen mit seinen beiden Kindern Salar und Maryam im März 2019 in Urmia verhaftet. Nach zwei Monaten Folter und Verhör im Geheimdienstgefängnis von Urmia wurden sie in das Zentralgefängnis der Stadt verlegt.

Maryam wurde gegen eine hohe Kaution aus dem Gefängnis entlassen, doch Ebrahim und Salar wurden vor dem Gericht des Mullah-Regimes zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie „Mitglieder der Organisation der Volksmojahedin Iran waren und Propaganda gegen das System verbreitet“ haben sollen und „Militärzentren gefilmt“ hatten. Außerdem wurde ihnen eine Geldstrafe von 2,5 Billionen Rial in bar auferlegt. Zuvor war Ebrahim im Jahr 2005 verhaftet worden und hatte zwei Jahre im Gefängnis verbracht, weil er die Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) unterstützt hatte.

Diese beiden politischen Gefangenen sind in den letzten Jahren wiederholt aus Protest gegen die Haftbedingungen und die Vernachlässigung der medizinischen Versorgung in Hungerstreiks getreten. Sie haben gefordert, im selben Gefängnis festgehalten zu werden, in dem sie jedes Mal mit falschen Versprechungen, Gleichgültigkeit oder unterdrückenden Handlungen konfrontiert wurden. Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran hatte zuvor in seinen Erklärungen vom 23. April 2018, 3. Oktober 2019 und 10. Januar 2022 die internationalen Behörden bezüglich der Festnahme und Verurteilung dieser beiden Gefangenen und ihres Hungerstreiks informiert und fordert sofortige Maßnahmen für ihre Freilassung.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
16. Januar 2024