StartNachrichtenMenschenrechteParis: Pressekonferenz über Menschenrechtsverletzungen im Iran

Paris: Pressekonferenz über Menschenrechtsverletzungen im Iran

 NWRI – Die Menschenrechtsverletzungen im Iran standen als Hauptpunkt auf der Tagesordnung einer Pressekonferenz in Paris zum internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember). Es wurden Fälle von Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt und das klerikale Regime für seinen Rekord an Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Die Sprecher befaßten sich auch mit den Menschenrechtsverletzungen in Camp Ashraf, wo 3.500 Mitglieder der iranischen Hauptopposition, den Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) leben.

Die Teilnehmer verfaßten eine Erklärung, welche die Regierungen der Welt, die UN und die Menschenrechtsorganisationen aufforderte, sofort einzugreifen, damit eine Verletzung des Völkerrechtes in Camp Ashraf verhindert wird und damit die Unterdrückung des iranischen Volkes durch die klerikale Diktatur beendet wird.
Die Redner auf der Pressekonferenz zeigten ihre Unterstützung für die landesweiten Proteste im Iran, besonders durch die Studenten und der Menschen in Camp Ashraf. Sie riefen die internationale Gemeinschaft auf, die weitreichenden Verhaftungen in den iranischen Universitäten und den Druck auf die Bewohner von Ashraf, sowie die inhumane Belagerung gegen sie zu verurteilen. Diese Bestrebungen wurden vor allem nach den Aufständen vom 7. Dezember im Iran verschärft.

Dr. Saleh Rajavi, der Vertreter des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) in Frankreich, veröffentlichte Details eines unterdrückenden Organs, welches von Ali Khamenei, dem obersten Führer, geleitet wird und welches in den letzten Tagen gegründet wurde, um die Aufstände der iranischen Jugend und des Volkes zu bekämpfen. Er ergänzte, dass das Regime mit solchen Bemühungen seinen Untergang nicht vermeiden wird.

Er beschrieb die Pläne des Regimes gegen Camp Ashraf als die Kehrseite der Medaille seiner unterdrückenden Maßnahmen, welche das Ziel haben, die Volksaufstände im Iran zu beenden. Dr. Rajavi betonte, dass die Intrigen gegen Ashraf die Schwäche und Zerbrechlichkeit des Regime in Gegensatz zur Entschlossenheit der Bewohner von Ashraf zeigt.

Francise Cotta vom internationalen Komitee der Juristen zur Verteidigung der Opfer der Niederschlagung der iranischen Aufstände und Catherine Legna, die Koordinatorin des Komitees, veröffentlichten einen Bericht des Komitees über die Unterdrückung des Volksaufstandes durch das klerikale Regime. Der Bericht wurde nach einer vier Monate lang andauernden Untersuchung des Komitees veröffentlicht.

Frau Cotta betonte, dass die Aussagen in dem Bericht zeigen, dass die Aufstände weiter gehen und an Stärke zunehmen, eine Tatsache, die bei den aktuellen Ereignissen im Iran bestätigt wurden.

Bischof Gaillot, ein prominenter französischer Geistlicher sagte: „Meiner Meinung nach sollte der Friedensnobelpreis an die iranischen Studenten vergeben werden, weil sie ihn verdient haben. Die iranischen Menschen haben nicht länger Angst vor Terror. Sie zeigen, dass sie bis zum Ende weiter machen werden.
 
Terror und Einschüchterung können keine Menschen stoppen, die bereit sind, für ihre Ehre zu sterben, ergänzte Gaillot.

Pierre Bercis, der Präsident der französischen Neuen Menschenrechte sagte: „Ich drücke meine tiefste Solidarität gegenüber den Menschen und dem Widerstand des Iran aus. Jetzt ist die Zeit bekommen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Eine Liste der Folterknechte und Mörder muss erstellt werden und sie muss von internationalen Gerichtshöfen untersucht werden.

In Bezug auf die Rolle der PMOI im Kampf für die Freiheit sagte Bercis: „Ich war Augenzeuge der letzten 30 Jahre. Die PMOI hat in der ganzen Zeit nie aufgehört, ihr Volk zu verteidigen.“

Renee Le Mignot, der Mitvorsitzende der MRAP sagte: „Wenn man dem iranischen Volk und seinem Widerstand helfen will, dann muss man ihn überall unterstützen. Wir fordern die Regierungen auf, die Beschwichtigung und die Verhandlungen mit dem Regime zu beenden. Weder Krieg noch Verhandlungen sind die Lösung. Es gibt eine dritte Option, die der iranische Widerstand verfolgt und die ist der Umsturz des Regimes durch das iranische Volk begleitet durch internationalen Druck und einen Boykott des Regimes.

Frau Le Mignot ergänzte: „Die PMOI auf die Terrorliste zu setzen, war das größte Geschenk an das Regime. Diese Art von Annäherung muss beendet werden. Es gab eine Zeit, wo man uns als Idealisten bezeichnete, weil wir den Umsturz des Regimes verfolgten. Heute gibt es keine Zweifel mehr, dass die Tage des Regimes gezählt sind und dass das iranische Volk selbst in der Lage ist, das Regime zu stürzen.“