MANAMA, Bahrain, 3. July – Washington verlegt weitere Marineschiffe in den persischen Golf. Das sagte ein Vertreter der US Administration, nachdem der Iran ankündigte, möglicherweise den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu stören. Die Verstärkung der Seestreitkräfte dient dazu, dass die USA verstärkt Patrouillen im Persischen Golf fährt, um die Schiffslinien zu schützen und einer Bedrohung durch iranische Seeminen zu entgehen. Es ist Teil der sogenannten „Doppelstrategie“ der Obama Administration gegen den Iran, so hochrangige Vertreter der Administration gegenüber der New York Times.
Die Strategie besteht aus Verhandlungen, die, gepaart mit neuen Sanktionen, die Öleinkünfte des Iran sinken lassen sollen, hinzu kommt ein steigender militärischer Druck.
„Die Nachricht an den Iran ist: Denkt nicht einmal daran“, sagte ein hochrangiger Vertreter des Verteidigungsministeriums gegenüber der Zeitung.
„Sie sollten nicht einmal daran denken, die Straße von Hormus zu schließen. Wir werden alle Minen weg räumen. Sie sollten nicht daran denken, schnelle Boote zu schicken, um die Tanker oder unsere Marine zu bedrohen. Wir werden sie auf den Grund des Meeres versenken.“, so der Vertreter.
Ein weiterer Vertreter der Administration sagte in der letzten Woche gegenüber der Zeitung:“ Wenn der Präsident sagt, alle Optionen liegen auch neben den Verhandlungen auf dem Tisch, dann meint er das auch ernst.“
Iranische Abgeordnete riefen Teheran auf, alle Tanker am Passieren des Nadelöhrs zu hindern, nachdem die EU kein weiteres Rohöl mehr aus dem Iran kauft. Die Straße von Hormus liegt an einer strategisch wichtige Handelsroute für Öltanker, die aus dem Mittleren Osten Öl liefern. Das Handelsembargo der EU trat am Sonntag in Kraft.
„Das Parlament muß auf die Ölsanktionen der EU gegen die islamische Republik Iran reagieren“, sagte Ibrahim Agha-Mohammadi, ein Mitglied des Komitees für nationale Sicherheit und außenpolitische Beziehungen, gegenüber der offiziellen iranischen Nachrichtenagentur.
Es ist bisher unklar, ob der Vorschlag vom Parlament angenommen wird.
Der US Stabschef Martin Dempsey sagt, dass der Iran militärisch in der Lage wäre, die Straße zeitweise zu schließen.
Die Obama Administration warnt jedoch vor jeglicher Störung und sieht sie als „rote Linie“, die eine US Antwort provozieren wird.
„Jegliche Störung wird nicht toleriert“, sagte der Sprecher der fünften US Marineflotte, welche in der Straße Patrouille fährt. Die Warnung der Sperrung der Straße war schon im Dezember ein Thema, als die neuen Iransanktionen angekündigt wurden.
20 Prozent des gesamten Ölhandels geht durch diese Straße. Ein Teil des Weges führt über iranische territoriale Gewässer, die Tanker können jedoch auf Grundlage einer UN Konvention über Transit von Schiffen und des Seerechts ohne dessen Zustimmung passieren.
Das europäische Embargo trat zusammen mit neuen US Restriktionen in Kraft, die am Freitag begannen. Sie sollen den Iran an einer weiteren Urananreicherung hindern.
