Eine Frau erkrankte im Hungerstreik und wurde in ein Bagdader Krankenhaus gebracht
Massaker in Camp Ashraf – Meldung Nr. 79
Der Hungerstreik, den Mitglieder der PMOI in Liberty am 1. September nach dem Massaker und der Massen-Hinrichtung in Ashraf und nach der Entführung von sieben Bewohnern durch irakische Truppen begannen, tritt in seine siebente Woche ein. Zugleich setzen Iraner in Genf, London, Berlin, Ottawa und Melbourne ihren Hungerstreik fort.
Die Hauptforderung der im Hungerstreik Befindlichen besteht in der Freilassung der sieben Geiseln; viele von den Streikenden sind Familienangehörige bzw. nahe Verwandte der Opfer des Massakers bzw. der Geiseln. Die Geiseln werden durch Malikis Spezialtruppen in der „Schmutzigen Armee“ auf dem Flughafen Bagdads festgehalten, dem Gefängnis „Sharaf“; ihnen droht Auslieferung an den religiösen Faschismus, der den Iran regiert.
Die in Liberty im Hungerstreik Befindlichen haben durchschnittlich 10 kg verloren; ihr Gesundheitszustand hat sich bedeutend verschlechtert: Augenlicht und Gehör haben abgenommen, die Verdauung ist anormal, es kommt zu Schlaflosigkeit, ebenso anderen Krankheitszuständen; viele von ihnen sind unter ärztliche Aufsicht gestellt worden. Am Samstag abend verschlechterte sich der Zustand einer der streikenden Frauen so sehr, daß sie sofort in ein Bagdader Krankenhaus gebracht werden mußte. Sie litt an schweren Brustschmerzen; Herzmuskelstörungen und Entwässerung hatten sie fast bewußtlos gemacht.
Der iranische Widerstand bringt seine Sorge um die Gesundheit der im Hungerstreik Befindlichen zum Ausdruck, erinnert die Regierung der USA und die UNO an ihre Verantwortung für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner Ashrafs und verlangt sofortige Intervention zur Freilassung der Geiseln.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
13. Oktober 2013
