Montag, den 13. Juli 2015 um15:11 Uhr
John Bolton, früherer US Botschafter bei der UNO
NWRI – Der frühere Botschafter der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen hat die Obama Administration dafür kritisiert,
dass sie dem iranischen Regime zu viele Zugeständnisse mache bei den laufenden internationalen Atomgesprächen.
Botsch. Bolton, früher auch Unterstaatssekretär für Rüstungskontrolle und Angelegenheiten der internationalen Sicherheit, hat diese Äußerungen am Sonntag in einem Interview mit der Fernsehstation Fox News gemacht.
Auf die Frage, welches Zugeständnis an das Regime ihm am meisten Sorgen bereite, antwortete Botsch. Bolton: „Die wichtigste Konzession, aus der sich alle anderen ableiten, ist die Erlaubnis an den Iran, überhaupt Anreicherungskapazitäten für Uran zu behalten. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Iran keine strategische Entscheidung getroffen hat, Atomwaffen aufzugeben. Ganz im Gegenteil ist es ein Zeichen dafür, dass sie entschlossen sind, sie zu bekommen. Die Obama Administration hat vor einigen Monaten durchsickern lassen, dass man, falls der Iran einfach sagen würde, wir werden nichts vereinbaren, solange wir nicht Urananreicherung haben dürfen, das akzeptieren werde. Das war der Beginn des Abrutschens. Seither wurde ein Fehler nach dem anderen gemacht“.
„Die Position der Obama Administration ist abgeschwächter als die des UN Sicherheitsrats“, der verlangt hat, dass das iranische Regime die Aktivitäten zur Urananreicherung stoppen müsse“, so Botsch. Bolton.
Das iranische Regime und die sechs Weltmächte, die in Wien miteinander verhandeln, hoffen, eine Vereinbarung unterzeichnen zu können, nach der Teheran Erleichterungen der Sanktionen bekommt im Austausch für die Begrenzung seines Atomprogramms, aber Vertreter des Regimes meinten am Montag, dass die Gespräche über den Endtermin der letzten Mitternacht hinaus andauern könnten und dass ein Erfolg nicht garantiert sei.
Das Interview mit Botsch. Bolton kann angeschaut werden, wenn man unten anklickt:
