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UN schätzt Kosten der Kontrolle des iranischen Atomprogramms auf 10,5 Millionen Dollar pro Jahr

Die Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen (IAEA) schätzt den Aufwand für die Kontrolle der Einhaltung des Atomabkommens durch das iranische Regime auf ungefähr 10,5 Millionen Dollar pro Jahr. Für den gesamten Zeitraum des Abkommens wurden fast 160 Millionen Dollar veranschlagt. Das geht aus einem vertraulichen Dokument hervor,

welches von The Associated Press (AP) veröffentlicht wurde. 

Das Dokument wurde auf einer Sondersitzung der IAEA am Dienstag diskutiert. Dort heißt es, dass sich die Kosten auf den Zeitpunkt belaufen, wo das Abkommen umgesetzt wird. Das wird aller Voraussicht nach laut AP nicht vor dem 18. Oktober sein. 

Das Dokument der IAEA zeigt auch die gesamten Kosten während des Abkommenszeitraumes auf. 138 Millionen Euro (157 Millionen Dollar) werden veranschlagt und eine jährliche Kostensumme in Höhe von 9,2 Millionen Euro (10,47 Millionen Dollar) angesetzt. Die Gesamtdauer des Abkommens wird mit 15 Jahren benannt. Das ist die geplante Dauer des Abkommens, welches von dem Regime und den sechs Weltmächten abgeschlossen wurde, mit dem Ziel, die Aktivitäten Teherans zum Bau von Kernwaffen einzuschränken. Teheran erhält dafür Sanktionserleichterungen. 

Auf der Sitzung am Dienstag wurde beschlossen, dass das aus 35 Personen bestehende Komitee der IAEA über die Rolle der IAEA bei der Umsetzung des Abkommens abstimmt und welche Finanzierung dafür bereit gestellt wird. 

Es wird angenommen, dass genügend Mitglieder zustimmen werden. Ein Diplomat, der früher Mitglied des Komitees war, sagte am Montag, dass die USA, Frankreich, GB und Deutschland – die vier westlichen Staaten, die an den Verhandlungen beteiligt waren – bereits auf einem Treffen zugestimmt haben, einen Teil der Kosten zu tragen. Die Finanzierung wird zudem auch von Finnland, Japan, Australien, Kanada, Holland und Neuseeland getragen werden. Er äußerte sich nicht zu den genannten Zahlen, weil er nicht befugt ist, sich zu vertraulichen Informationen zu äußern.   

Rußland und China, die ebenfalls an den Verhandlungen beteiligt waren, werden wohl auch einen Teil der Zusatzkosten mit tragen.