StartNachrichtenMenschenrechteIran: Der politische Gefangene Abdolqani Gangouzehi Rigi in Zahedan im Gefängnis hingerichtet

Iran: Der politische Gefangene Abdolqani Gangouzehi Rigi in Zahedan im Gefängnis hingerichtet

Der Sicherheitsrat wird zu einer verpflichtenden Resolution gegen den herrschenden blutdürstigen religiösen Faschismus aufgefordert

Der religiöse Faschismus, der den Iran beherrscht, erhängte am Samstag, den 19. Dezember im Zentralgefängnis von Zahedan Herrn Abdolqani Gangouzehi Rigi, einen lebenskräftigen jungen Mann aus Belutschistan im Alter von 29 Jahren. Er verbrachte die vergangenen acht Jahre wegen Moharebeh (Feindschaft gegen Gott),

einem lügenhaften Tatbestand der Mullahs, in Haft und erlitt dort schwere Folter. Er wurde zum Märtyrer, obwohl das ungerechte Gericht des Regimes in Zahedan seine Familie vor zwei Monaten informiert hatte, das Höchste Gericht habe seine Todesstrafe in Haft umgewandelt. Doch der Widerstand gegen alle Versuche des iranischen Regimes, ihn zu brechen, erregte dessen Zorn, und er wurde zwei Tage, nachdem die Vollversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution die außerordentlichen Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilt hatte, erhängt.

Der iranische Widerstand spricht den Verwandten und Freunden von Herrn Gangouzehi, besonders seinen belutschischen Landsleuten, seine Anteilnahme aus und fordert das iranische Volk auf, die politischen Gefangenen und ihre Familien zu unterstützen und gegen die Hinrichtungen zu protestieren. Der Widerstand fordert außerdem die Vorlage des Menschenrechtsdossiers des iranischen Regimes beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen – und zwar wegen extensiver Verhängung der Todesstrafe, besonders gegenüber politischen Gefangenen; er fordert bindende Resolutionen gegen den religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht.

Herr Abdolqani Gangouzehi hatte gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen in Zahedan den Raketenangriff des 29. Oktobers auf Camp Liberty verurteilt. Nur wenige Tage vor seinem Martyrium wandte er sich gemeinsam mit einer Reihe politischer Gefangener anläßlich des Internationalen Tages der Menschenrechte mit einer Botschaft an die Menschenrechtsorganisationen: „In Belutschistan, besonders in der Stadt Zahedan … verhaften die Beamten des Geheimdienstministeriums und der Quds-Truppe die Leute unter verschiedenen Vorwänden. Sie foltern und mißhandeln sie, sie halten sie viele Monate und Jahre lang in Einzelhaft, ohne den Besuch von Angehörigen zu gestatten. Sie behandeln diese Lieben aufs härteste. … Sie reißen Fingernägel von den Händen, Zehennägel von den Füßen, setzen den Häftlingen metallene Kappen auf, um sie mit Elektroschocks zu quälen. Sie fesseln sie nackt an Betten, die sie ‚Wunder’ nennen, und schlagen so heftig auf ihre Beine, daß ihre Wirbelsäule verletzt wird … Kollektive Erhängungen sind in Zahedan an der Tagesordnung.“

In einem anderen Brief erklärten sie, daß diese Schandtaten durch Besuche europäischer Politiker legitimiert werden. Sie forderten diese Politiker auf, während ihrer Reisen mit politischen Gefangenen und anderen, die der Repression des Regimes ausgesetzt sind, zusammenzukommen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 20. Dezember 2015