StartNachrichtenWirtschaftExzessive Importe und Schmuggel sind im Iran die Hauptursache der Fabrik-Schließungen

Exzessive Importe und Schmuggel sind im Iran die Hauptursache der Fabrik-Schließungen

Die exzessiven Importe und der Schmuggel von Gütern sind die Hauptursache der anhaltenden Schließung von Fabriken und – folglich – auch des Verlustes von Arbeitsplätzen.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist für viele zur Hauptsorge geworden – darunter der CEO der einheimischen Hersteller von Lokomotiven: „Unsere Lokomotive Mac 24 wird im Lande hergestellt; wenn wir sie importieren, anstatt sie selbst herzustellen, verlieren 500 von unseren Arbeitern ihr Arbeitsplätze.“

Die negative Auswirkung der Importe ist so erheblich, dass heimische Produkte nicht mehr nachgefragt werden; einer der einheimischen Hersteller kommentiert in einem Fernseh-Interview: „Statt dessen haben exzessive Importe die Lager überfüllt.”

Wie folgt macht er seiner Enttäuschung Luft: „Wenn unsere Medien umfangreich für ausländische Produkte werben, um zu verdienen, wird es unvermeidlich, daß wir an den Punkt kommen, an dem wir schon sind – daß eine Fabrik nach der anderen geschlossen wird.“ (IMNA am 30. Juli 2018)

Die eingeschränkte Produktion geht so weit, daß die Handelskammer von Isfahan unlängst einige ihrer bekanntesten Fabriken geschlossen hat.

Viele örtliche Hersteller arbeiten nur noch zur Hälfte; sie schaffen das Management nur mühsam mit der Hälfte ihrer Mitarbeiter. Die Zahl der Schließungen nimmt rapide zu. Es führt zu einer wirtschaftlichen Depression; viele Arbeiter warten seit Monaten auf ihren Lohn.

Die Wurzel all dieser Probleme liegt in der verborgenen Korruption innerhalb der Wirtschaft des Landes; sie stammt von Ali Khamenei und den mit ihm verbundenen Institutionen wie den Revolutionsgarden.

Der Generalstaatsanwalt des Iran hat selbst zugegeben: In nur einer Woche wurden 2500 bis 300 Container zu dem Hafen von Rajaei geschmuggelt (ISNA am 18. September 2018).

Ein weiterer Grund der Schließung dieser Fabriken liegt darin, daß ihre Anlagen veraltet sind. So sagt es das Ministerium für Industrie und Bergbau selbst: „Die Produktion von veralteter Ausstattung und der Handel mit ihr haben jetzt zur Schließung vieler Fabriken geführt.“ Auch zieht er als zusätzlichen Faktor die Art in Betracht, wie örtliche Hersteller erpreßt werden: „Wenn man unseren örtlichen Herstellern teure Ausstattung anbietet, hilft man ihnen nicht; dadurch werden für sie nur noch mehr Probleme geschaffen.“ (IMNA am 19. August 2018).

Die CEO der Lokomotiv-Fabrik „Mapna“ verweist darüber hinaus auf den zunehmenden Import von Waggons. Sie stellt fest: „Wenn Waggons importiert werden, entstehen keine Profite, und es entstehen keine Möglichkeiten zur Anstellung von Leuten. Denn ausländische Arbeiter nehmen die entsprechenden Arbeitsstellen ein.“

Es liegt am Tage: Der einzige Grund, daß diese Fabriken immer noch auf ihren Füßen stehen, liegt bei den Arbeitern selbst!

Die Arbeiter der Zucker-Raffinerie von Urmia haben unlängst eingeräumt, daß ihre Fabrik geschlossen wurde, wodurch sie arbeitslos und in den Bankerott getrieben wurden. Es folgte auch ein Konflikt mit den repressiven Sicherheitskräften des Regimes.