Wednesday, November 30, 2022
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Früherer Gouverneur bittet USA um Transfer iranischer Flüchtlinge im Irak in den Westen


Paris, 20.Juli (EFE – Spanische Nachrichtenagentur) – Bewohner des iranischen Flüchtlingscamp Ashraf im Irak sollten  innerhalb der nächsten sechs Monate in die USA, Kanada und Europa umgesiedelt werden. Dazu rief am Freitag der frühere Vorsitzende der Demokratischen Partei und früherer Gouverneur von Vermont, Howard Dean, auf.

Mehrere US Politiker nahmen an einer internationalen Konferenz in Paris teil, wo über die Situation des Camps diskutiert wurde, welches nordöstlich von Bagdad liegt und wo nach einem Angriff des irakischen Militärs am 8.Apirl 35 Menschen getötet und 377 verletzt wurden.

Dean sagte vor mehreren Hundert Teilnehmern, dass die USA die Verpflichtung haben, etwas zu tun, um die Situation zu ändern und das nicht mehr viel Zeit bleibt. Er ergänzte, dass die Lösung klar ist und die USA nur sechs Monate haben, um die Menschen aus dem Irak zu holen und sie nach Europa, Kanada und in die USA zu bringen.

Gegenüber EFE sagte Dean, dass er erwartet, dass die EU sofortiges Asyl anbietet, weil „viele von ihnen zuvor in Europa lebten und die Sprachen der EU sprechen und ihre Kultur kennen.“
 
Dean ergänzte, dass fehlende Handlungen vor Ende des Jahre das Leben der 3400 Flüchtlinge in Gefahr bringen.

Ca. 3400 Oppositionelle des iranischen Regimes leben in Ashraf und sind Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI). Sie leben seit mehr als 20 Jahren in Camp Ashraf. Die Bewohner legten bereits 1990 ihre Waffen nieder, werden jedoch von Teheran immer noch als Terroristen angesehen.
 
Seit 1997, unter der Clinton Administration, ist die PMOI auf der Terrorliste der USA.
 
Dean rief daher zu einer Delistung von der US Liste auf, wie es die EU bereits 2009 tat.