
Die syrische Übergangsregierung hat erhebliche Beschränkungen gegen den Iran verhängt. Sie verbietet iranischen Staatsbürgern die Einreise ins Land und untersagt den Import iranischer Waren. Nach dem jüngsten politischen Wandel spiegeln diese Maßnahmen eine wachsende Distanz zwischen der neuen syrischen Führung und dem iranischen Regime wider.
Die General Authority for Land and Maritime Crossings bestätigte, dass die Einfuhr von im Iran sowie aus Israel und Russland hergestellten Waren nach Syrien verboten ist. Diese am 16. Januar 2025 vom Finanzministerium erlassene Richtlinie unterstreicht eine umfassendere Neuausrichtung der syrischen Außenpolitik nach dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Bashar al-Assad im Dezember 2024.
Darüber hinaus wurden Fluggesellschaften, die Flüge nach Syrien durchführen, angewiesen, Iranern ohne vorherige Genehmigung den Zutritt zu verweigern. Flughafenquellen in Damaskus erklärten, dass diese Anweisungen mit der Wiederaufnahme internationaler Flüge in das Land am 7. Januar 2025 zusammenfallen.
#Iran News: #Syrian Interim Foreign Minister Urges Tehran to Rethink Policy Amid Shifting Allianceshttps://t.co/89JDzGNIPX
— NCRI-FAC (@iran_policy) January 2, 2025
Außenminister Asaad Al-Shaibani unterstrich die Haltung der Übergangsregierung und forderte Teheran auf, „grundlegende Änderungen“ seiner Politik vorzunehmen, ohne jedoch einen völligen Abbruch der Beziehungen zu fordern. Die Einschränkungen sind Teil einer umfassenderen Anstrengung, die „destruktiven Ambitionen“ Irans in der Region einzudämmen, wie die syrische Führung es bezeichnet.
Dieser Politikwechsel markiert einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Syrien und dem Iran, da die Übergangsregierung versucht, ihre Allianzen neu zu definieren und die Stabilität im Land wiederherzustellen.
Die jüngsten Entscheidungen der syrischen Übergangsregierung spiegeln eine deutliche Wende in ihrer Außenpolitik wider, insbesondere in ihrer Haltung gegenüber dem iranischen Regime. Der syrische Übergangsaußenminister Asaad Hassan Al-Shaibani hat die „provokative“ Rolle des Iran in Syrien während der vorherigen Regierung offen kritisiert und Teheran aufgefordert, „grundlegende Änderungen“ seiner Politik vorzunehmen. Al-Shaibani betonte, dass die Handlungen des iranischen Regimes während des Assad-Regimes zu Instabilität und Chaos beigetragen und die Bestrebungen des syrischen Volkes untergraben hätten.
Ahmed Al-Shara, der Führer der Hayat Tahrir al-Sham (HTS), äußerte ähnliche Ansichten und betonte die Schließung der mit dem Iran verbundenen Stützpunkte und den Abzug der vom Iran unterstützten Milizen. Diese Schritte signalisieren eine klare Ablehnung des iranischen Einflusses, während Syrien versucht, seine Allianzen neu zu definieren und sich auf Stabilität und Wiederaufbau zu konzentrieren.
