Saturday, November 26, 2022
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30 Verhaftungen bei Angriffe auf protestierende Landwirte

Aufruf an die internationale Gemeinschaft zu Aktionen zur Freilassung der inhaftierten Farmer

Am 14 .April protestierten die Farmer von Isfahan am 58. Tag in Folge. Gestern drohte Mullah Yousef Tabatabaee Nejad (ein Vertreter von Chamenei und Freitagsprediger) den Demonstranten und nannte sie Aufrührer.

Diese Drohungen machten die Farmer nur noch wütender und sie riefen bei ihrem Marsch am Samstag auf dem Khorasgan Platz:“ Tabatabaee schämt dich und verschwinde aus Isfahan“, „heute trauern wir, das Wasserrecht der Farmer liegt unter dem Gewand der Mullahs“, „Unter dem Gewand der Mullahs findet man nur leere Versprechungen“, „Unser Feind ist hier, nicht Amerika“ und „Rouhani du Lügner, wo ist unser Zayandehroud?“

Um weitere Personen an der Teilnahme der Demonstrationen und den Protestzug zum Rathaus zu hindern, blockierten unterdrückende Sicherheitskräfte die Jay Straße und die Erisson Kreuzung und stellten Barrieren und Wasserwerfer auf. Als die Rufe der Demonstranten lauter wurden, rief einer der Polizeileiter den Demonstranten zu, dass jede Versammlung mit mehr als zwei Personen illegal ist und dass man die Teilnehmer dafür belangen wird. Dann wurden Warnschüsse abgefeuert und die Demonstration gestürmt. Es kam zu Auseinandersetzungen und 30 Demonstranten wurden verhaftet. Zwei Demonstrantinnen wurden geschlagen und schwer verletzt.

Am Samstag abend gingen die Proteste der mutigen Farmer und Jugendlichen weiter, obwohl es eine massive Präsenz von unterdrückenden Sicherheitskräften gab. Sie trafen sich am Khorasgan Platz und riefen:“ Wir sind Frauen und Männer des Kampfes, wir kämpfen für unsere Wasserrechte und wir werden dafür notfalls sterben! Farmer sterben lieber, statt weiter erniedrigt zu werden“ und „Freiheit für die inhaftierten Farmer!“

Die Farmer aus Varzaneh zerstörten 10 Strommasten, die für die Pumpstationen des Zayandehrood Wassers benötigt werden.

Tabatabaee Nejad, der Vertreter von Chamenei bei den Freitagspredigten, sagte dazu:“ Diejenigen, die Wasser als Ausrede für Demonstrationen nutzen….sind Aufrührer. Die Farmer müssen sich von diesen Gruppen trennen…Solche Versammlungen und Rufe sollen die Menschen wütend machen und zu Aufruhr und Chaos anstiften…die Forderung nach Wasser für die Landwirtschaft ist unter den aktuellen Bedingungen einfach nicht zu realisieren und unlogisch.. Ich erkläre heute, dass ich ihnen nicht länger dieses Recht gewähren werde.“. Er sagte zudem in einer Verspottung der Bürger, dass im Sommer selbst die Einwohner von Isfahan kein Trinkwasser haben.“

Freitag nacht gab es im Dorf Shatur Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Spezialeinheiten. Dabei wurden die Scheiben eines Busses der Spezialeinheiten mit Steinen eingeworfen. Die Söldner flohen darauf hin von dem Ort der Demonstration.

Der iranische Widerstand grüßt die protestierenden Farmer und ruft alle Bürger von Isfahan, vor allem seine Jugendlichen, auf, sich den legitimen Protesten der Farmer anzuschließen und diese zu unterstützen. Der iranische Widerstand ruft zudem die internationalen Komitees für Menschenrechte auf, sofortige und effektive Maßnahmen einzuleiten, damit die inhaftierten Demonstranten befreit werden, vor allem diejenigen, die in den letzten Tagen fest genommen wurden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

14. April 2018