Monday, November 28, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteAbtreibungen im Iran unter der Mullahherrschaft weit verbreitet

Abtreibungen im Iran unter der Mullahherrschaft weit verbreitet

NWRI – Arbeitslosigkeit, steigende Mieten, Armut und die generelle schwierige Lebenssituation haben in Khuzestan – vor allem in den arabischen Siedlungen – die Zahl der Abtreibungen in der Region in die Höhe schnellen lassen. Es ist ein Problem, welches Vertreter des iranischen Regimes in Khuzestan bisher ignoriert haben.

 

Laut offiziellen Erhebungen haben mehr als 40 Prozent der Bewohner in den arabischen Siedlungen in Khuzestan keine Arbeit und ihre Familien leben unterhalb der Armutsgrenze.

Laut Gholamreza Sharafi, dem Vertreter aus Abadan im Parlament des Regimes, leiden gar mehr als 50 % der Araber in den Provinzen an Arbeitslosigkeit. Der Vertreter erklärte, dass die Arbeitslosenquote in einigen Städten – wie Hoveyzeh – sogar mehr als 70 % beträgt. Eine solch schwierige Lebenssituation führt zu vielen Problemen, zu denen unter anderen auch eine hohe Abtreibungsrate in den Familien zählt.

In Al-Arabiya Farsi zitierte am 4. November ein Menschenrechtsaktivist die Worte einer Krankenschwester in der Frauenklinik im südiranischen Ahwaz. Sie sagte, dass allein in der Klinik, in der sie arbeitet, 90 illegale Abtreibungen statt gefunden haben. „Die Abtreibungen werden nach Zustimmung der Eltern und nach einer schriftlichen Erklärung sowie der Zahlung von 250-350 $ durchgeführt“, ergänzte die Krankenschwester, die anonym bleiben wollte.

„Wir haben die Eltern gefragt, warum sie abtreiben wollen und keiner sagte, dass es ein medizinisches Problem mit der Mutter oder dem Fötus gäbe, sondern dass es an Armut und Arbeitslosigkeit liegt und sie ihr Kind nicht ernähren können“, ergänzte sie. Auch in den Erklärungen wurde auf die Frage, warum sie ihre ungeborenen Kinder abtreiben wollen, geantwortet, dass „der Vater keine Arbeit hat, dass man in einem Mietshaus lebe und bereits mehrere Kinder habe, die man kaum noch ernähren könne.“

Regimevertreter und deren Anführer ignorieren zum einen die weit verbreiteten Abtreibungen in der Provinz und zum anderen sind sie Teil der Ausplünderung, der gigantischen Korruption und dem Verschleudern der Ressourcen in ihrem Krieg gegen die Völker der Region. Das Desaster im Iran wird so lange weiter gehen, so lange dieses Regime an der Macht ist.

 

Iran: Mass Execution of 11 Prisoners in Two Days in Mashhad, Rasht and Khorramabad
Iran: Massenhinrichtungen von 11 Gefangenen in zwei Tagen in Mashhad, Rasht und Khorramabad
   
NWRI – Das inhumane klerikale Regime ließ am 6. November 2016 sechs Gefangene im Vakil Abad Gefängnis in Mashhad hängen. Am gleichen Tag noch beschrieb Ali Mozaffari, der Justizvorsitzende der Provinz Khorasan Razavi, die Hinrichtungen, Massaker und Unterdrückung als „Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit“ und drohte weitere Aktionen an. Er sagte:“ Jegliche Unruhe, Opposition und Erregung öffentlichen Ärgernisses….wird entschlossen bekämpft werden.“ (Staatliche Medien, „Club junger Reporter“ – 6. November)

Am 5. November wurden drei Gefangene im Zentralgefängnis von Rasht sowie zwei Gefangene im Khorramabad Parsilon Gefängnis gehängt. Der Vater von Aref Ali Nasab (27), der im Rasht Gefängnis gehängt wurde, rief zu einem Aufschub der Hinrichtung auf. Auch seine Freunde aus dem Fußballteam Rasht Malavan fertigten ein großes Banner an, in dem sie aufriefen, seine Hinrichtung aufzuheben.

Der iranische Widerstand ruft alle Menschenrechtsorganisationen auf, sofortige Maßnahmen einzuleiten, damit der Trend der Massenhinrichtungen und willkürlichen Hinrichtungen im Iran gestoppt wird. Ein Dossier über die Menschenrechtslage im Iran sollte dem UN Sicherheitsrat vorgelegt werden, damit das iranische Regime dazu gezwungen wird, seine Hinrichtungen zu stoppen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
7. November 2016