Wednesday, February 1, 2023
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Achtes Todesopfer nach dem Raketenangriff auf Camp Liberty

Schande über Martin Kobler und die deutsche Botschaft im Irak: Einen Monat lang haben sie den Transport des Ingenieurs Hamid Rabi, der einen Flüchtlingspass und das Recht auf unbefristeten Aufenthalt in Deutschland besitzt, zur dringenden Behandlung in Deutschland verschleppt

Hamid Rabi (Abbas Djoohari), Mitglied der „Organisation der Volksmojahedin des Iran“, 51 Jahre alt, wurde während des Raketenangriffs des 9. Februars schwer verwundet; er starb in einem Bagdader Krankenhaus etwa um 10 Uhr Ortszeit. Während des vergangenen Monats litt er an qualvollen Schmerzen und unterzog sich mehreren Operationen. Er ist der achte Todesopfer des auf Liberty verübten Raketenangriffs.

Er war am Magen-Darm-Kanal, an der Wirbelsäule und an den Gelenken schwer verletzt; vom der Hüfte abwärts war er ohne Empfindung. Die Ärzte hatten seine Milz, die durch ein Schrapnell zerfetzt worden war, operativ entfernt.

Angesichts des kritischen Zustands von Hamid Rabi – er schwebte in Lebensgefahr – hatte der iranische Widerstand wiederholt seine sofortige Überführung nach Deutschland von den Vereinten Nationen, dem UNHCR und besonders der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erbeten. Er besaß einen Flüchtlingspaß und das Recht auf unbegrenzten Aufenthalt in Deutschland. Hamid Rabi selbst hat diese Sache im Februar mit Mitarbeitern der WHO besprochen. Deutsche Würdenträger erörterten am 9. März seinen kritischen Zustand mit dem Auswärtigen Amt und Beamten des Innenministeriums und baten um seinen sofortigen Transport nach Deutschland.

Eine Aufnahme seines Passes mit dem Stempel, der das Recht auf unbegrenzten Aufenthalt bestätigt, wurde am 10. März 2013 vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran vorgelegt. Doch Nachlässigkeit und Verschleppung der dringend notwendigen Überführung des Verletzten nach Deutschland führten zu seinem Tod. Ein Verlängerungsstempel auf dem Pass des Toten oder eine Genehmigung zur Einreise nach Deutschland hätte im vorigen Monat sein Leben gerettet.

Schande über Martin Kobler und seine Frau, die als deutsche Botschafterin in Bagdad die verbrecherische Regierung von Nouri al-Maliki – Marionette der Mullahs im Iran – mit Lob überhäufte. Um seine Hände vom Blut reinzuwaschen, hatte Kobler propagandistisch erklärt, er werde den Raketenangriff untersuchen.

Mansour Koufe’i, Mitglied der Volksmojahedin und Bewohner Libertys, verlor sein Leben in der irakischen Klinik von Liberty wegen an dem letzten Abend fehlender ärztlicher Betreuung. Davor hatte er fast drei Liter Blut erbrochen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

13. März 2013