Thursday, December 1, 2022
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AI: Bisher keine Untersuchung zu Ermordung von Bewohnern aus Ashraf im Jahre 2009

Amnesty-IraqNWRI – In seinem letzten Bericht über Menschenrechtsverletzungen im Irak, hob Amnesty International (AI) die Verbrechen gegen das Völkerrecht im Juli 2009 in Camp Ashraf hervor und betonte, dass es trotz Versprechen der irakischen Regierung bisher keine Einleitung einer notwendigen Untersuchung über die Ermordung der Bewohner durch angreifende Truppen gegeben habe. In Ashraf leben 3400 iranische Dissidenten.
Am 28. und 29. Juli 2009 griffen irakische Einheiten auf Geheiß des iranischen Regimes Camp Ashraf an, wo Mitglieder der iranischen Hauptopposition, die Volksmudschahedin Iran (PMOI/MEK), leben. Am Ende starben bei den Angriffen 11 Menschen und mehr als 500 wurden verletzt.

Der Bericht von AI wurde am Montag, den 13. September 2010 veröffentlicht. Er zeigt auch schockierenden Menschenrechtsverletzungen und Folterungen in irakischen Gefängnissen unter Nuri al-Maliki auf.

In Bezug auf Camp Ashraf heißt es in dem Bericht:“ Im Juli 2009 erklärte die Regierung, dass sie Untersuchungen zur Ermordung von sechs iranischen Flüchtlingen in Camp Ashraf in der Diyala Region, die Mitglieder der Volksmudschahedin Iran waren, begonnen haben, nachdem das Camp von irakischen Sicherheitskräften durchsucht wurde und dies zu einem internationalen Aufschrei führte. Bis Juli 2010 ist AI weder bekannt, ob eine Untersuchung begonnen hat, noch ob deren Ergebnisse öffentlich gemacht wurden.“

Der Bericht führt fort:“ Die PMOI ist eine iranische Oppositionsgruppe und hat ca. 3400 Mitglieder, die seit 1986 in Camp Ashraf leben. Das Camp stand von 2003 bis Juni 2009 unter der Kontrolle des US Militärs.“