Tuesday, November 29, 2022
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Al-Dschasira: Ranghohe ehemalige Regierungsvertreter der USA fordern die Streichung der PMOI von der Terrorliste

 

 NWRI – Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete von einer Konferenz, die am vorigen Donnerstag in Washington stattfand und auf der eine Reihe von ehemaligen Regierungsvertretern der USA – von der Clinton-, Bush- und Obama-Administration – die Streichung des wichtigsten Teils der iranischen Opposition, der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ von der Terrorliste des State Department forderten.

Am Freitag hieß es in dem Fernsehsender: „Frühere Regierungsvertreter der USA sagten: Wenn das iranische Regime sich weigert, seine nuklearen Aktivitäten aufzugeben, wird es die Konsequenzen tragen müssen.“

Mit Bezug auf die Nuklear-Verhandlungen mit dem Regime fügte der Sender hinzu: „Der Sprecher des Außenministeriums der USA sagte, er habe während der Verhandlungen zwischen den Großmächten und dem iranischen Regime über dessen Nuklearprogramm keine erheblichen Ergebnisse erwartet.“

In dem Bericht von Al-Dschasira aus Washington heißt es weiter: „Frühere Regierungsvertreter der USA, von denen einige bis vor wenigen Monaten zum inneren Führungskreis der Obama-Administration gehörten, sagten, das iranische Regime stelle für die Welt die größte Bedrohung dar; es sei und bleibe weiterhin eine terroristische Diktatur, dessen Programm zur Herstellung von Atomwaffen dem Prozeß, der zu weiteren Sanktionen führen könne, davonlaufe.“

„Auf dem Podium saß auch James Jones, ein früherer Sicherheitsberater der Regierung, der bis zum vorigen Oktober dies Amt bekleidet hat. Er sagte, es bestehe unter den Amerikanern, Arabern und Europäern, was den Iran betreffe, ein noch nie dagewesener Konsens.“

„James Jones sagte auch, in der internationalen Gemeinschaft bilde sich ein Konsens darüber aus, daß, wenn das iranische Regime sich weigere, seinen Verpflichtungen nachzukommen, negative Folgen zu erwarten seien. Er sagte, die in dieser Angelegenheit bestehende Einigkeit zwischen den Vereinigten Staaten, der arabischen Welt und den Europäern habe es in den letzten 20 Jahren niemals gegeben.“

Al-Dschasira sagte auch: „Die Positionen, die während dieser Konferenz geäußert wurden, welche darüber sprach, was nach dem Engagement und nach den Sanktionen zu tun sei, enthielten auch die Forderung einer Streichung der PMOI von der Terrorliste des State Department, damit die Opposition inner- und außerhalb des Iran gestärkt werde und das Land zur Freiheit komme.“

Der Sender zitierte Anthony Zinni, den früheren Kommandeur der US-Truppen im Mittleren Osten: Ein Krieg würde zu großen Herausforderungen führen und die Versorgung der Weltwirtschaft mit Öl gefährden. Er würde auch unschuldige Zivilisten treffen.

Der Reporter von Al-Dschasira sagte, die Redner meinten, die militärische Option sollte auf dem Tisch bleiben, aber nicht bevorzugt werden.

„Solche Sitzungen sind sehr wichtig,“ sagte Al-Dschasira, „besonders weil der Administration an der Meinung früherer Regierungsvertreter viel liegt. Auch auf den Rat der Think-Tanks wird in den USA großer Wert gelegt.“

Wenn der Druck auf die Regierung der USA im Inneren zunimmt, dann, so meinen einige, können die Verhandlungen mit dem Iran während der nächsten Wahlkampagne kein Zugpferd für Obama sein.