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Al-Jasira: „Maryam Rajavi, Exilpräsidentin des Iran“

Montag, den 22. Juni 2015, 2. 53 Uhr

Die Website von Al-Jasira publizierte einen Bericht über die Ansichten und Tätigkeit von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran.

Die arabisch-sprachige Website von Al-Jasira stellt Frau Maryam Rajavi als „eine iranische Führerin vor, die unter der Herrschaft des Schahs und Khomeinis gelitten hat und die Organisation der Volksmojahedin (PMOI/MEK) leitet. Das Exilparlament (der Nationale Widerstandsrat des Iran – NWRI) hat sie im Jahre 1993 zur Präsidentin des Iran gewählt. Sie betont, daß im Iran nach der Velayat-e faqih (der geistlichen Herrschaft) Demokratie und Achtung vor den Grundfreiheiten eingeführt werden müssen.“

Maryam Rajavi, 61 Jahre alt, wurde in Teheran geboren und absolvierte als Bachelor of Science in Metallurgie die Sharif-Universität für Technik in Teheran. 

Sie war –  so das in Doha beheimatete Netzwerk – von 1973 bis 1978 an verschiedenen Studentenaufständen gegen den Schah beteiligt. Sie war von 1979 bis 1981 ranghohe Mitarbeiterin der Abteilung der MEK für Soziales, und nach der Revolution wurde sie bei den ersten Wahlen als Parlamentskandidatin der Gruppe nominiert.

„Sie betrachtet den Islam als eine ‚demokratische, dynamische Ideologie’ und erklärt, diese Auffassung von der Religion garantiere die Einrichtung von Demokratie und Freiheit im Iran. Sie erklärt, die Grundpfeiler einer realistischen Deutung des Islam lägen in den Werten ‚Opfer’ und ‚Ehrlichkeit’; ohne diese beiden könne die Grausamkeit nicht abgeschafft werden,“ so Al-Jasira in dem Bericht auf ihrer Website am 17. Juni. 

„Frau Rajavi war von 1985 bis 1989 an der Leitung der PMOI/MEK beteiligt, wurde im Jahre 1989 zur Generalsekretärin der PMOI gewählt und verblieb in diesem Amt bis 1993.“

Nach ihrer Wahl zur Präsidentin des NCRI „nahm“ Frau Rajavi „an vielen internationalen Veranstaltungen teil und kam mit vielen ranghohen politischen Führern des Auslands zusammen. Sie formulierte für den West einen ‚dritten Weg’ bei der Konfrontation mit dem Iran. Er besteht darin, daß das iranische Volk selbst den Wandel in die Hand nimmt. Sie betonte, es sei ‚die einzige Möglichkeit, einen Krieg mit dem Ausland zu verhindern’.“

Frau Rajavi sagt, beim Sturz des Regimes der Velayat-e faqih komme den Frauen eine bedeutende Rolle zu; sie fügte – dem Bericht zufolge – hinzu, mehr als die Hälfte aller Mitglieder des NWRI seien Frauen. 

„In einer Reihe von Aufsätzen faßt sie zusammen, wie sie sich nach dem Sturz des Regimes der Velayat-e faqih den Iran vorstellt. Dazu gehören die Wahlfreiheit, die Garantie der elementaren Freiheiten, die Abschaffung der Todesstrafe, die Trennung von Staat und Religion, die vollständige Gleichberechtigung der Geschlechter, eine unabhängige Justiz, die Meinungsfreiheit und ein atomwaffenfreier Iran.“

 

„Am 13. Juni 2015 erklärte sie in Paris: ‚Die Hauptursache der beständigen Terrordrohung im Nahen Osten ist das iranische Regime. Es ist in drei Kriege verwickelt – im Irak, in Syrien und im Jemen; es trachtet nach Vergrößerung seines Einflusses und seiner strategischen Tiefe.’“

Sie bezeichnete die arabische Koalition, die im Jemen agiert, „als Signal der Entschiedenheit und einen Ausweg aus der Gier des iranischen Regimes; sie forderte eine Fortsetzung dieser Politik in der gesamten Region.“

„Frau Rajavi sagte auch, der Sturz des ‚Mullah-Regimes’ im Iran setze die Unterstützung der Syrer beim Sturz des Regimes von Bashar al-Assad voraus, ebenso die Bewaffnung (sunnitischer) Stämme und marginalisierter Gruppen im Irak, die Beteiligung aller Iraker am politischen Prozeß sowie Unterstützung des ‚Iranischen Widerstands’.“