Tuesday, December 6, 2022
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Das iranische Regime schaltet im Qarchak-Gefängnis die Wasserleitung ab und bedroht Häftlinge, die den Ramadan nicht einhalten

Montag, den 22. Juni 2015, 11. 02 Uhr

Frauen in einem iranischen Gefängnis

NCRI – In den vergangenen Tagen wurde in dem Qarchak-Gefängnis für Frauen in Varamin trotz der sommerlichen Hitze das Wasser abgestellt; dadurch wurden die schon jetzt unmenschlichen, unerträglichen Lebensbedingungen in dem auch als „Kahrizak II“ bekannten Gefängnis noch verschlimmert.

Das Qarchak-Gefängnis (in Varamin bei Teheran) wird auch als „Qarchak-Todeslager“ bezeichnet. Das iranische Regime bediente sich dieses Gefängnisses, um jene brutal zu foltern und zu vergewaltigen, die dort während der Proteste des Jahres 2009 inhaftiert worden waren. Der Tod von mindestens vier jungen Demonstrantinnen unter der Folter in Qarchak wurde zu einem Skandal für das iranische Regime. 

Seit Donnerstag, dem 18. Juni, drohen Gefängnisbeamte mit Lautsprechern beständig damit, die Frauen, die während der Fastenstunden essen oder trinken, auszupeitschen. 

Um auf politisch gefangene Frauen Druck auszuüben, verlegt das geistliche Regime sie in das Qarchak-Gefängnis, wo im übrigen Kriminelle gehalten werden. 

In seiner Furcht vor der zunehmenden Unzufriedenheit in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und einem weiteren Ausbruch von Protesten ist das Regime nicht einmal im Monat Ramadan fähig, den Kreislauf von Verbrechen und Repression aufzuhalten; es bedient sich der Fastenregeln als Mittel, die Repression unter verschiedenen Vorwänden zu steigern. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 20. Juni 2015