Monday, November 28, 2022
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Ali Safavi (NWRI): Die Wirtschaft des iranischen Regimes steht kurz vor dem Kollaps

Die Vertreter des Regimes versuchen mit der verzweifelten Taktik eines Bildes des Stärke die Auswirkungen der Kampagne des „maximale Druck“ aus Washington und der internationale Isolation zu vertuschen.

Doch das Regime war noch nie so schwach und fragil wie jetzt, sagt Dr. Ali Safavi vom Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI).

In dee Kolumne in Issues & Insights am 24. Oktober schreibt Dr. Safavi:“ Ein wichtiger Indikator ist, in welchen Problemen die Wirtschaft steckt. Nach mehreren Dekaden des Mismanagement und der ausufernden Korruption liegt die Wirtschaft in Trümmern. In den wenigen Monaten nach dem Beginn der Kampagne des „maximalen Drucks“ hat sich die wirtschaftliche Situation noch einmal drastisch verschlechtert. Der IWF sagt, dass die Wirtschaft des Iran in diesem Jahr um 9,5% sinken wird, was mehr ist, als man erwartet hat. Wenn diese Politik fortgesetzt wird, dann wird das Regime vor enormen Problemen stehen, welche sein Überleben gefährden.“

„Nehmen wir zum Beispiel die Kondensate, die der Iran exportiert hat. Diese Kondensate sind eine ultra – leichte Form von Öl und sie ist sehr teuer. Sie wird aus den Gasfeldern gewonnen. 2017 hat das Regime noch 17 Millionen Tonnen dieser Kondensate mit einem Wert von 7 Milliarden $ exportiert. In 2018 sind die Exporte in dem Bereich um 45% gesunken. In 2019 sind die Exporte – nach Aussagen des Sprechers der Vereinigung für den Export von iranischem Öl, Gas und petrochemischen Erzeugnissen – auf quasi 0 gesunken.“

„Ein weiteres Beispiel ist die Inflation. Die Statistiken des Regimes sagen, dass die Inflationsrate vom September 2018 bis September 2019 insgesamt 42,7% betrug. Die Statistiken ergänzen, dass die Inflationsrate für importierte Produkte fast 150% beträgt. Das bedeutet, dass die Kaufkraft des Volkes innerhalb weniger Monate drastisch gesunken ist.“

Die Zahlen fliegen eines Regime um die Ohren, dass außer leerer Rhetorik, wie zum Beispiel von Präsident Rouhani, wenig zu bieten hat. Sie alle sind verzweifelt darum bemüht, der Welt ein Bild zu vermitteln, dass eine Politik der Stärke gegen das Regime nichts bringt. Doch wie heißt es so schön: „Entweder du akzeptierst die Realitäten oder du kannst dir sicher sein, dass dich die Realitäten einholen werden.“

Die Realität ist, dass die iranische Wirtschaft in einem grauenvollen Zustand ist und dass sie einem unvermeidlichen Kollaps entgegen geht. Warum? Weil die Mehrheit der wirtschaftlichen Aktivität von Machtzentren geleitet wird, die korrupt sind und nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, wie zum Beispiel die Stiftungen des obersten Führers Ali Khamenei oder die Unternehmen der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC). Der wirtschaftliche Verfall nimmt jeden Tag durch die systematische und weit verbreitete Korruption zu, die astronomische Werte erreicht. Die Spirale der Inflation, der strukturellen Probleme und des stetigen Rückgangs der inländischen Produktion sind so unvermeidbar.

Der größte Anteil der staatlichen Einnahmen und seiner Ausgaben wird von einem Monopol von Khamenei und den IRGC geleitet, welche ihre eigenen Interessen und eine destruktive Politik in der Region vor den Interessen des iranischen Volkes setzen.

Politische Korruption sorgt für den wirtschaftlichen Verfall

Das Ergebnis dieser Politik ist der Verfall der nationalen Währung. Sie sank in weniger als einem Jahr um die Hälfte und zweistellige Milliardenbeiträge werden jedes Jahr von den Vertretern des Regimes und seiner Vereinigungen entzogen, schreibt Dr. Safavi weiter. Er ergänzte:“ Die Zentralbank des Regimes sorgt mit dem Pumpen von Geld in den Markt für weitere Inflation. Sie druckt weitere Geldscheine, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken, ohne daran zu denken, was strategisch sinnvoll ist.

Die inländische Produktion ist am Boden. Sie hat eine „Armee der Arbeitslosen“ geschaffen. Im letzten Jahrzehnt sind 50-70% der iranischen Fabriken geschlossen worden, nachdem sie an inkompetente „private“ Eigentümer verkauft wurden. Diese Eigentümer sind Einrichtungen, welche von der IRGC kontrolliert werden und diese plündern das Kapital aus und verschwinden dann schnell von der Bildfläche. Viele Unternehmen mit bekannten Markennamen im Texilbereich, bei der Holzverarbeitung oder im landwirtschaftlichen Sektor gehören zu den Opfern und sie hinterlassen Millionen Arbeitslose. Über all das berichten staatliche Medien jeden Tag.

Es sollte nicht vergessen werden, dass es eine reale Bedrohung für das Überleben des Regimes gibt. Die iranische Gesellschaft ist in einem explosiven Zustand und sie ist die Quelle der Paranoia der Mullahs. Sie haben panische Angst davor, dass der wirtschaftliche Druck zu weiteren Volksaufständen führen könnten, die man nicht mehr unterdrücken kann.

Die Zahl der Armen im Iran steigt kontinuierlich an und die Mittelklasse sinkt, weil die Korruption der Mullahs und ihre desaströse Außen- und Innenpolitik ihre Früchte tragen. Die Situation führt zu steigender öffentlicher Wut und diese ist in den Protesten zu sehen, die jeden Tag im Iran statt finden. Er kürzlich wieder gingen Tausende Demonstranten in Lordegan auf die Straße. Es gab Zusammenstöße mit den Sicherheitskräfte und Rufe wie „Tod dem Diktator“ erschallten, als das Büro des Gouverneurs in Brand gesteckt wurde.

Die Glut brennt weiter unter der Asche und Millionen verzweifelte Menschen gehen auf die Straße und sie warten nur auf den richtigen Moment, um den Aufstand zu beginnen. Die Widerstandseinheiten der Hauptopposition, die Mujahedin-e Khalq (MEK), arbeiten hart daran, ihn zu organisieren. Vielleicht wird dies schneller passieren, als man denkt und es wird nur ein Ergebnis haben: Der Sturz einer mittelalterlichen Theokratie, die nichts mehr im 21. Jahrhundert zu suchen hat und die in den Mülleimer der Geschichte gehört.