Wednesday, February 1, 2023
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Anti-Regierungsaufstände in Täbris und Urumieh

Aufstände im Nordwestiran – Erklärung 1

NWRI – Am Samstag, den 3. September setzten die Bürger der Städte Täbris (Hauptstadt der östlichen Azerbaijan Provinz) und Urumieh (Hauptstadt der westlichen Azerbaijan Provinz) ihre Demonstrationen der vergangenen Wochen fort, indem sie intensive Anti-Regierungsdemonstrationen abhielten. Die Demonstranten protestieren gegen die menschenverachtende Politik des klerikalen Regimes, zu denen auch das Austrocknen des Urumieh Sees gehört.

 

Am Samstag gingen die Menschen von Urumieh den bereits dritten Samstag in Folge auf die Straße, um gegen das klerikale Regime zu demonstrieren. Bereits seit den Morgenstunden waren Einheiten in Kampfausrüstung, Sicherheitskräfte, Geheimdienstagenten, Agenten in Zivil und Bassidsch Einheiten auf den Hauptstraßen postiert und versuchten, den Beginn von Demonstrationen zu verhindern.

Dennoch versammelten sich Bürger von Urumieh am Nachmittag vor dem Rathaus der Provinz. Die Menschen versammelten sich rund um das Gebäude und versuchten, es zu stürmen. Sicherheitskräfte griffen die Menge an und verhafteten eine Reihe von Demonstranten. Die Demonstranten wehrten sich mit Steinwürfen. Bis 21 Uhr gab es weitere Zusammenstöße rund um das Gebäude. Bei den Auseinandersetzungen griffen die Sicherheitskräfte willkürlich die Menge an und verletzten einige Personen durch Schüsse in die Menge. Einige der Verletzten sind in einem kritischen Gesundheitszustand.

Die Bürger errichteten an der Teleqani Straße Straßensperren, damit unterdrückende Einheiten nicht mit Motorrädern durchbrechen konnten. In kleinen Seitenstraßen warfen Menschen von den Dächern Steine auf unterdrückende Einheiten. Einheiten in Kampfausrüstung stürmten auf der Daraei Straße in die Menge, ebenso Revolutionsgardisten und Bassidscheinheiten. Gegen 22 Uhr konnten noch Sprechchöre und Schüsse aus Tränengaskanonen gehört werden. Gegen Mitternacht wurde das Kriegsrecht ausgerufen und in die Stadt kamen bewaffnete Sicherheitskräfte, die dicht aneinander postiert waren.

Damit weitere Demonstrationen verhindert werden, ließ das Regime seit Samstag morgen das Versenden von SMS sperren und verlangsamte das Internet.

Ebenfalls am Samstag gegen 18 Uhr demonstrierten Bazarhändler in Täbris in Richtung Sa’at Platz. Sicherheitskräfte schossen Tränengas in die Menge, um sie aufzulösen.

Eine weitere Menge ging in Richtung Rathaus und blieb dort bis 20 Uhr. Zusammenstöße gab es in Chahar-Rahe Shahnazi und Bagheh Golestan und auf dem Bazar von Täbris. Das iranische Regime brachte zahlreiche unterdrückende Einheiten auf die Straßen, um die Situation zu kontrollieren. Eine weitere Gruppe von Bürgern aus Täbris versammelte sich am Qonqa Platz und rief Anti-Regierungs Slogans.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
3. September 2011