Saturday, December 10, 2022
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Ashraf: Familienangehörige aus dem Iran dürfen nicht ins Camp/Lebensmittelboykott für die Einwohner

  •  Iranisches Ministerium für Geheimdienste und Staatsschutz sendet Familien von Ashraf Bewohnern zum Camp – die Iraker verbieten ihnen jedoch den Zugang zum Camp
  • Irakischer Ausschuss für die Unterdrückung von Ashraf boykottieren seit der letzten Nacht Lebensmittelversorgung für das Camp

Erklärung Nr. 2
Vor den zu erwartenden landesweiten Aufständen des iranischen Volkes am 11. Februar, haben das Ministerium für Nachrichtendienste und Staatssicherheit (MOIS) des iranischen Regimes und der irakische Ausschuss, der mit der Unterdrückung von Ashraf beauftragt wurde, wieder Zuflucht in ihrer bekannten abstoßenden Theatralik genommen, um die Krise gegen Ashraf anzuheizen und die Bewohner im Camp zu unterdrücken.

Nachdem einige Familien von Ashraf-Bewohnern vom MOIS in den Irak gesendet wurden, weigerte sich der zuvor genannte irakische Ausschuss, ihnen den Zugang zum Camp zu erlauben und boykottiert seit letzter Nacht die Versorgung der Camp Bewohner. Vertreter des Ausschusses gaben selbst zu, dass sie beabsichtigen, mit diesem Druck die Ashraf Bewohner zu zwingen sich mit ihren Familien, die vom MOIS geschickt worden waren, vor dem Territorium des Camps zu treffen. Sie hatten gesagt, dass die Lebensmittelversorgung von der Einwilligung der Bewohner in diese Forderung abhänge.

In den letzten drei Tagen wurde bei den irakischen Militäreinheiten mehrfach beantragt, die Familien zu ihren Angehörigen zu lassen. Die irakischen Militärs antworteten jedoch, dass der Ausschuss angeordnet habe, dass die Familien unter keinen Umständen, Ashraf betreten dürfen.

Der Ausschuss brachte Reporter von Medienanstalten, die zum iranischen Regime gehören und das Staatsfernsehen Al-Iraqiya zum Haupttor von Ashraf, die das trügerische Bild erzeugen sollen, dass die Ashraf Bewohner sich weigern, ihre Familien in Empfang zu nehmen. Auérdem drangen bewaffnete irakische Einheiten durchs Haupttor ins Camp ein, beleidigten und bedrohten Bewohner, die dagegen protestierten.

Seit Montag, dem 8. Februar wurden einige Familien, die das MOIS in den Irak gebracht hatte, von Bagdad vor das Camp Ashraf gebracht. Ihre Angehörigen in Ashraf erklärten der UNAMI gegenüber, dass sie sich trotz der Absichten des MOIS und des irakischen Ausschusses gern mit ihren Familienangehörigen innerhalb ihres Wohnbereiches in Ashraf treffen wollten, so wie es von 2003 bis 2008 möglich war.

Diese neue Schikane des MOIS kommt gerade in einer Zeit, in der viele Familienangehörige von Ashraf-Bewohnern gefoltert und als „Moharabeheh“ (im Krieg gegen Gott) vor Gericht gestellt werden. Einige erhielten sogar schwere Haftstrafen, weil sie nach Ashraf gefahren waren.

Der Nationale Gerichtshof Spaniens hat mit seinen Ermittlungen gegen irakische Beamte begonnen, die unter dem Verdacht stehen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben, als am 28. und 29. Juli das Camp Ashraf angegriffen und damit gegen die Vierte Genfer Konvention verstoßen wurde. Die unberechtigte Belagerung von Ashraf und der Unterdrückungsausschuss stellen ebenfalls eine eklatante Verletzung internationaler Konventionen, vor allem der Vierten Genfer Konvention dar, gegen die ermittelt wird.

Der iranische Widerstand appelliert an die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, den Sonderbeauftragten für den Irak des UN Generalsekretärs, die UNAMI und alle Menschenrechtsorganisationen und Behörden, sowie den US Botschafter und den Kommandeur der amerikanischen Streitkräfte im Irak, sofort Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die unmenschliche Belagerung von Camp Ashraf zu unterbinden, die die Grundrechte seiner Bewohner verletzt.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. Februar 2010