Wednesday, February 1, 2023
StartNachrichtenWiderstandAufruf an die internationale Gemeinschaft zur Beendigung der psychologischen Folter der Bewohner...

Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur Beendigung der psychologischen Folter der Bewohner von Ashraf

Brüssel- 10. Februar  2011
Das internationale Komitee auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ) lobte die Bewohner von Camp Ashraf für ihren unermüdlichen Widerstand gegen die psychologische Folter durch 180 leistungsstarke Lautsprecher. Die Belagerung von Ashraf ging am 8. Februar in ihr zweites Jahr. Es rief die EU und die US Regierung, sowie ihre Streitkräfte im Irak und die UN auf, sofort dringende Maßnahmen einzuleiten, damit diese schändliche Kampagne beendet wird, die keinen Platz im 21. Jahrhundert hat.

Was die psychologische Folter noch schlimmer macht, ist die Ruchlosigkeit, mit der Agenten des iranischen Ministeriums für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) gegen Frauen aus Ashraf mit Hilfe der Lautsprecher vorgehen. Es ist ein beschämender Akt der heutigen modernen Welt. Das iranische Regime haßt die Frauen in Ashraf und verachtet sie, weil sie die Speerspitze des Widerstandes gegen die Tyrannei sind und eine besondere Rolle der Standhaftigkeit im Widerstand spielen. Das Regime und seine Verbindungsleute im Irak haben alle menschlichen und moralischen Werte verletzt, indem sie widerwärtige Botschaften an der Südseite von Ashraf verbreiten ließen, wo Frauen wohnen und hat damit eine neue Dimension der Unterdrückung und des Frauenhasses begonnen.
 
Es ist erwiesen, dass diese Beleidigungen eine klare Verletzung der Genfer Konventionen und der sozialen und politischen Charter der USA und auch anderer Konventionen und internationaler Gesetze, in denen eindeutig Beleidigungen gegen die Würde von geschützten Personen verboten ist, sind. Das gilt insbesondere für Frauen. Zudem ist die irakische Regierung und sein Regierungschef für diese abscheuliche Verletzung des Rechts verantwortlich. Stille und Inaktivität der US Regierung und seiner Streitkräfte ist ebenfalls eine Verletzung ihrer internationalen Verpflichtungen.
 
Stille und Inaktivität ermutigt den irakischen Regierungschef und sein Komitee zur Unterdrückung von Ashraf, welches unter seiner Kontrolle steht, weitere Schritte zur Erhöhung des Drucks und der Unterdrückung zu unternehmen. Dazu gehört auch das Ausstellen von Haftbefehlen für irakische Anwälte, die Klienten aus Ashraf vertreten. Diese Art der Unterdrückung ist typisch für eine Diktatur und der Irak selbst will sich als Demokratie bezeichnen.
 
Zusätzlich, so bestätigten es Berichte, die den ISJ erreicht haben, haben irakische Einheiten auf Anweisung des unterdrückenden Komitees den Zugang von Medizin in das Camp verboten, welche die Bewohner von Ashraf gekauft haben. Dies wurde vom Chef des Krankenhauses untersagt. Irakische Einheiten haben auch den Fahrer verhaftet, der die Medizin nach Ashraf liefern wollte und ihn unter Druck gesetzt, die Namen der Personen bekannt zu geben, die Medikamente brauchen und medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen, damit sie diese später verhaften können.
 
Das spanische Nationalgericht schrieb am 27. Dezember 2010, dass die Bewohner von Ashraf ausnahmslos „geschützte Personen“ unter der vierten Genfer Konvention sind. Die schwere Mißachtung der Genfer Konventionen, wie Folter und ernste psychologische Bedrohungen und der schwere Schaden der Würde, sowie psychologische Folter der Bewohner sind Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die internationale Gemeinschaft. Die Verantwortlichen müssen durch internationale Tribunale zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Die grausame Belagerung von Ashraf und die psychologische Folter seiner Bewohner im Irak, sowie die physische Folter und Hinrichtung von Familien der Bewohner aus Ashraf im Iran, gehen Hand in Hand. Der Hauptgrund dieser Maßnahmen ist es, das Volk ruhig zu stellen und weitere Aufstände im Land zu verhindern.
 
 
Alejo Vidal-Quadras
Vizepräsident des EU Parlamentes
Präsident des internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit

Dem internationalen Komitee auf der Suche nach Gerechtigkeit gehören 4000 Abgeordnete aus der ganzen Welt an.