Tuesday, January 31, 2023
StartNachrichtenAusbruch des Coronavirus im Iran: Militärkräfte verlassen ihre Basen

Ausbruch des Coronavirus im Iran: Militärkräfte verlassen ihre Basen

Iran, Ausbruch des Coronavirus in der Garnison Birjand: Soldaten sind geflohen und die Hälfte der Basis wurde evakuiert. Die Nachrichten aus dem Iran zeigen, dass Soldaten und bewaffnete Einheiten die Militärbasen wegen des Coronavirus verlassen haben. Dies zeigt die Instabilität des Regimes und dass die Situation außer Kontrolle geraten ist.

Mittwoch nacht veröffentlichten die Volksmojahedin Iran (PMO/MEK) Berichte aus dem Iran, die zeigen, dass Soldaten die Militärbasen in Urmia (Nordwestiran) verlassen haben. Auch Soldaten aus Birjand, Provinz Süd – Khorasan  (Ostiran), haben die Basis verlassen.

Die Berichte aus dem Iran zeigen weiterhin, dass in den letzten Tagen in der Parandak Garnison in Teheran rund 400 Soldaten mit dem Coronavirus infiziert waren und dass einige ihr Leben verloren haben. Auch in der Nouzeh Luftbasis (Westiran) hat ein Großteil des Militärpersonals die Basis verlassen.

Diese Entwicklung findet zeitgleich mit dem Ausbruch Duzender Insassen der Gefängnisse im Iran statt. Der Coronavirus hat laut Zählungen der MEK bisher fast 16.000 Menschen das Leben gekostet.

Die Berichte der MEK aus dem Iran zeigen, dass am 31. März die Insassen des Sheyban  Gefängnisses in Ahvaz (Provinz Khuzestan, Südwestiran) einen Aufstand begonnen haben. Auch die Insassen der Zellen 12 und 15 im Zentralgefängnis von Tabriz (Nordwestiran) haben am Montag einen Protest gestartet. Auch die Insassen im Adel Abad Gefängnis in Shiraz, einer großen Stadt im Iran, haben am Sonntag nach Ortszeit einen Austand begonnen.

Die Unterdrückung im Inland und der Export von Terrorismus ins Ausland sind zwei Pfeiler der Existenz des Regimes. Die berüchtigten Gefängnisse des Regimes sind Orte verschiedener Arten von Folter und die militärischen Einheiten sind sehr wichtige Werkzeuge der Unterdrückung, allen voran die Revolutionsgarden (IRGC), die eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der kriegerischen Pläne des Regimes in aller Welt spielen. Die Berichte aus dem Iran zeigen, dass viele Mitarbeiter der Taskforce der IRGC nun fordern, ihre Basen verlassen zu können.

Das Regime lehnt die Freilassung der Gefangenen oder militärisches Personal unter Quarantäne zu setzen oder ihre Basen zu schließen, ab. Das zeigt zwei Dinge auf: Zum einen interessiert sich das Regime nicht um das Wohl des Volkes, nicht einmal um das Wohl seines eigenen Militärs und zum anderen dienen alle Maßnahmen nur dazu, sein Überleben zu verlängern. Es ist eindeutig, dass das Regime in einer Sackgasse ist und es keine Wahl oder Lösung gibt.

Die Inaktivität des Regimes, seine Vertuschungen und sein Umgang bei der Verbreitung des Virus im Iran und gegenüber den iranischen Gefängnissen und seinen militärischen Basen wird nun durch eine schmutzige Kampagne der Rechtfertiger des Regimes damit erklärt, dass die Sanktionen für den Ausbruch des Virus verantwortlich sind.

Wenn das iranische Regime sich wirklich um das Wohl des Volkes bemüht, warum setzt es dann seine Vertuschung fort und spielt die Krise herunter? Warum lehnt es jede internationale Hilfe ab und warum verweist sie Ärzte ohne Grenzen (MSF) des Landes, indem man sagt, man hätte genug medizinische Ausrüstung?

Die Antwort ist einfach. Nach diversen Ereignissen wie der tödlichen Niederschlagung der Proteste im Iran mit über 1500 Toten und der Lüge über den Abschuss eines ukrainischen Passagierjets sowie den folgen Protesten und dem historischen Boykott der Scheinwahlen ist dem Regime bewußt geworden, dass jeder soziale Konflikt und jede öffentliche Empörung in einem Aufstand münden könnte, welcher das Regime stürzt.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), sagte dazu: „Was unser Land verletzlicher als alle Krankheiten und Naturkatastrophen macht, ist diese brutale und ausplündernde Diktatur, die nicht zögert, selbst undenkbare Verbrechen zu begehen, nur um seine erbärmliche Herrschaft aufrecht zu erhalten.“

Frau Rajavi ergänzt:“ Wenn wir uns ansehen, wie das Regime mit dem Ausbruch des Coronavirus in Ghom umgegangen ist, dann ist deutlich, dass diese aktuelle Krise keine medizinische Frage ist, sondern vielmehr auf einem politischen Problem beruht.“

„Es gibt keine Verbote oder Hindernisse beim Kauf und Import von Medizin und medizinischer Ausrüstung für das klerikale Regime, doch dieses Regime ist nur daran interessiert, seine eigenen Taschen zu füllen, weil es unter den Sanktionen leidet. Es geht nicht um das Überleben des Volkes.“, ergänzte Frau Rajavi.

Frau Rajavi sagte im Hinblick auf die Lösung der Probleme:“ Es gibt nur eine Lösung für die Krise beim Coronavirus, bei Armut, Unterdrückung und Tyrannei. Diese Lösung ist der Sturz der gesamten religiösen Diktatur der Mullahs.“

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15.500 Todesfälle durch das Coronavirus in 237 Städten des Iran Mehr als 15 500 im Iran am Coronavirus (COVID-19) Gestorbene – der Todeszoll nach Quellen der PMOI (MEK) Heute nachmittag, am 1. April 2020, gab die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) bekannt, in insgesamt 237 Städten des Iran habe der Todeszoll die Zahl 15 500 überschritten. Die Zahl der Todesfälle beträgt in Ost-Azerbaijan 200, in Alborz 620, in Fars 260, Qazvin 260, Qom 1650, Kurdistan 260, Kerman 180, Kermanshah 415, Golestan 750, Gilan 1460, Lorestan 420, in der Zentralprovinz 250 und in Hamadan 315. Dem erschreckenden Ausmaß der vom Coronavirus im ganzen Iran bewirkten Tragödie zum Trotz fügte Hassan Rouhani seinen astronomisch vielen Lügen hinzu, in den Einheiten intensiver Behandlung (ICU) seien tausende von Betten unbelegt. Er behauptete, man habe innerhalb der Gesellschaft Abstand durchgesetzt; der Plan sei der Quarantäne, wie sie in China, Europa und den Vereinigten Staaten gehandhabt werde, überlegen: „Während in industrialisierten, fortgeschrittenen und prahlerischen Ländern dies Experiment gescheitert ist, behaupten wir aufgrund unseres guten, kohärenten Umgangs mit der Krankheit und unserer fachkundigen medizinischen Arbeit eine gute Position.“ Erzürnt über die Enthüllung von Tatsachen und Zahlen, die die vom Coronavirus im Iran bewirkte Katastrophe betreffen, stellte Rouhani lügnerisch fest: „Die Nation hat den Feinden und Lügnern eine entschiedene Antwort erteilt, doch sie bleiben bei ihren Lügen.“ Aber Rouhanis Doppelzüngigkeit entgegen räumte Saeed Namaki, der Gesundheitsminister des Regimes, ein: „Wir sollten uns keiner Illusion hingeben; immer noch haben wir die Phase nicht erreicht, in der wir die Verbreitung des Virus kontrollieren könnten. Wir befinden uns jetzt in der Phase, in der wir die Krankheit verwalten können. Wann immer wir die Fähigkeit erreichen, das Virus einzudämmen, werden wir es der Öffentlichkeit mitteilen.“ Außerdem warnte Alireza Zali, der mit der Leitung des Teheraner Hauptquartiers zur Bekämpfung des Coronavirus beauftragt worden ist, vor der Gefahr einer „Corona-Explosion in Teheran“. Er bezeichnete die Lage als unbefriedigend: „Kein Bezirk von Teheran ist gegenüber der Krankheit immun geblieben.“ Unverschämt gab er dem Volk die Schuld und warnte: „Wir sollten das sanfte Reden verlassen und im Umgang mit dem Volk Zwangsmittel einsetzen.“ Zugleich erklärte Asadollah Abbasi, der stellvertretende Sprecher des Regimes, gestern gegenüber der Nachrichtenagentur „Tasnim“, die mit der Quds-Truppe des IRGC verbunden ist: „Von hundert auf das Coronavirus getesteten Abgeordneten ergab sich bei 23 ein positives Ergebnis, und bei 40 der Verdacht der Infektion.“ Eine andere Entwicklung: Dr. Adham Ismail, der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation im Irak, sagte am 30. März gegenüber dem staatlichen Fernsehen „Al-Iraqiya“: „Die ersten Anzeichen (der Virus-Infektion) im Iran fanden sich in Qom. An demselben Tage entschieden wir uns dazu, die Grenzen zu schließen. … Im Iran wurde die Lage so (schlimm), daß weder Freund noch Feind glücklich war. … Wenn der Iran nicht mit dem Virus infiziert worden wäre, hätten wir im Irak nicht eine so schwere Zeit bekommen. Und wenn der Iran nicht nachlässig gewesen wäre und statt dessen die Flüge nach China und von dort gestrichen hätte, so hätte die Infektion ihn nicht erreicht. Statt dessen setzten – zusätzlich zu der Wahl – Gläubige ihre Besuche der heiligen Stadt Qom fort. … Der Iran hat die Epidemie in 17 Länder getragen. Wenn er in dieser Krise keine Rolle gespielt hätte, wäre es – aufgrund unserer Maßnahmen – im Irak zu keinem Ausbruch gekommen. … Es ist offenkundig bei unserem Pendeln in den Iran zu Verstößen gegen die Regeln gekommen.“ Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI) den 1. April 2020
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