Tuesday, November 29, 2022
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EDITORIAL: Coronavirus Ausbruch im Iran: Der Aufruhr in den Gefängnissen ein Zeichen der Instabilität des Regimes


Eins der bedeutendsten sozialen Phänomene in den kritischen Tagen des Ausbruchs des Coronavirus im Iran sind die Rebellionen und Fluchten von Gefangenen in verschiedenen iranischen Städten.

Im Verlauf der letzten 10 Tage haben Gefangene in mindestens neun Städten im Iran wie Khorramabad, Aligodarz, Täbris, Saqqez, Hamedan, Mahabad, Ahwaz, Teheran und Shiraz rebelliert.
In den letzen Wochen wurden mehrere Gefangene mit dem Coronavirus infiziert, während das iranische Regime eine Politik des Schweigens betrieben hat, manche sind daran gestorben.
Am 12. März 2020 hat der Nationale Widerstandsrat Iran bekanntgegeben, dass Berichte aus verschiedenen Gefängnissen des iranischen Regimes darauf hin deuten, dass das Coronavirus sich in verschiedenen Gefängnissen ausgebreitet hat, darunter in Teheran im Fashafouyeh Gefängnis, im Evin Gefängnis, im Gohardasht Gefängnis von Karaj, im Zentral Gefängnis dort, im Qezel Hassar Gefängnis, im Gefängnis von Orumieh, im Shiban Gefängnis von Ahwaz und im Gefängnis von Kashan. Der politische Gefangene Amir Hossein Moradi, der bei den Aufständen im November 2019 verhaftet und wegen der Teilnahme an den Protesten zum Tode verurteilt wurde, ist unter den vom Virus Angesteckten.
Am gleichen Tag warnte Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, zum wiederholten Mal vor dem Ausbruch des Coronavirus in den Gefängnissen des Iran und rief den UN Sicherheitsrat, den UN Generalsekretär, den UN Menschenrechtsrat und die hohe Kommissarin der UNO für Menschenrechte dazu auf, „das Kleriker Regime für seine kriminelle Vertuschung der Ausbreitung des Virus und für die Gefährdung des Lebens von Menschen im Iran zu verurteilen“.
In den Tagen vor dem persischen Neujahrstag behauptete das Regime, zeitweise Zehntausende Gefangene freigelassen zu haben.
Die Aufstände in den Gefängnissen in verschiedenen Städten im ganzen Land in den letzten Tagen haben die Behauptungen des Regimes untergraben und lassen darauf schließen, dass die Aussage eine bewusste Täuschung war und dass die Gefangenen, besonders die politischen Gefangenen, in den Gefängnissen immer noch in einer gefährlichen Lage sind.
In den meisten Fällen sind Dutzende von Insassen nacheinander aus den Gefängnissen ausgebrochen, was zeigt, dass die Insassen, die entkommen sind, eine breite Hilfe und viel Beistand genießen.
Der Ankläger in der Provinz Kurdistan hat deshalb gedroht, „diejenigen, die sich beteiligt haben am Verbergen und an Hilfeleistungen bei kollektiven Ausbrüchen aus dem Gefängnis,“ strafrechtlich zu verfolgen. Die Gefangenen könnten sogar Hilfe von Gefängniswärtern bekommen haben. Staatliche Nachrichtenagenturen haben gemeldet, dass vier Wärter im Saqqez Gefängnis aus diesem Grund verhaftet worden sind.
Die Fortsetzung der Ausbrüche aus dem Gefängnis und der Rebellionen von Gefangenen zeigen, dass trotz der äußersten Bereitschaft und Mobilisierung des Regimes nach den ersten und zweiten Fällen das System der Kontrolle und Verwaltung in den Gefängnissen erschüttert worden ist.
Die Destabilisierung der Kontrolle des Regimes über die Gefängnisse demonstriert die Tiefe der Instabilität und Verzweiflung bei der Kontrolle des explosiven Gesellschaft des Iran, die sich in einem größeren de facto Gefängnis befindet. Die Faktoren, die Gefangene dazu gezwungen haben, ihr Leben zu riskieren und sie den bewaffneten Kräften entgegenzustellen sind die gleichen bei normalen Bürgern. Diese Faktoren, darunter ein maximaler wirtschaftlicher Druck und die Unterdrückung zusammen mit dem tödlichen Coronavirus, das von den Mullahs verbreitet worden ist, haben die iranische Gesellschaft so explosiv gemacht.
Und dieser Faktor hat das Regime tief verärgert. Jedoch hat der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei unter dem Vorwand der Bekämpfung des Coronavirus offiziell seinen Stabschef beauftragt, eine Basis für Sicherheit und Militär aufzubauen. Diese Basis, die teilweise Regierungsaufgaben unter ihre Kontrolle genommen hat, ist in Wirklichkeit eine Militärregierung für die Kontrolle der Situation und den Kampf gegen mögliche Aufstände.
Die Amtsträger des Regimes haben klar verstanden, dass eine solche Situation ihr ganzes Regime an den Rand eines Sturzes bringt. Aus diesem Grund sagen mitten im Coronavirus Ausbruch, der das Leben von iranischen Menschen dahingerafft hat, der Präsident des Regimes Hassan Rohani und andere Führungsleute prahlerisch, wir haben keine Knappheit an Medikamenten oder vorbeugender Ausrüstung wie Masken oder an Krankenhauseinrichtungen zum Kampf gegen das Virus und sie behaupten sogar, das 10000 Krankenhausbetten leer sind.
Auf der anderen Seite argumentiert das Regime in seiner Propagandakampagne für das Ausland, dass der Grund für die zunehmende Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Knappheit an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung liegt, die durch die US Sanktionen bedingt ist. Auf diese Weise versucht das Regime, das Coronavirus als eine „Gelegenheit“ dafür zu benutzen, die Sanktionen aufzuheben.
Genaugenommen bedeutet das, dass das Regime seine alte Methode benutzt, nämlich Geiseln zu nehmen, dieses Mal die iranische Bevölkerung, und sie umzubringen, um die Gegenpartei dazu zu zwingen, Zugeständnisse zu machen.
Was aber offensichtlich bei diesem finsteren und kriminellen Komplott und dieser unvorstellbaren Gräueltat nicht berücksichtigt wird, ist der Hauptparameter, das Volk und sein aufziehender Sturm des Zorns.