Sunday, November 27, 2022
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Bagdad‘s Flughafen von Raketen getroffen – US Vertreter macht das iranische Regime verantwortlich

Vier Raketen schlugen am Sonntag nacht im internationalen Flughafen von Bagdad ein. Das berichten US Militärvertreter und sie gehen davon aus, dass dafür das iranische Regime und seine Söldnermilizen in Frage kommen.

Die Raketen trafen ein Gebäude mit dem Namen „Zentrum für diplomatische Unterstützung“. Es befindet sich auf der anderen Seite des Flughafens, außerhalb der zivilen Startbahnen und Terminals. Dort befindet sich US Militärpersonal, sagte ein Vertreter des Militärs gegenüber Fox News.

Die Raketen landeten zwischen 90 – 360 Meter von den US Truppen und von Zivilisten entfernt, sagte ein Vertreter.

Fünf irakische Soldaten wurden von Schrapnell – Splittern getroffen, hieß es weiter. Es ist noch nicht klar, wie schwer die Verletzungen sind.

Es ist der neunte Raketenanschlag seit Ende Oktober. Das veranlasste US Verteidigungsminister Mark Esper darüber nachzudenken, weitere Truppen in den Mittleren Osten zu verlegen. Sie sollen das iranische Regime in der Region eindämmen. Rund 14000 Soldaten wurden seit Mai verlegt, die Hälfte davon befindet sich auf Kriegsschiffen.

„Wir nehmen diese Vorfälle sehr ernst, ebenso unsere Partner in den irakischen Sicherheitskräften, welche die Vorfälle untersuchen. Wir haben deutlich gemacht, dass Angriffe auf US Truppen, die Koalitionsstreitkräfte und deren Einrichtungen nicht toleriert wird und dass wir von dem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen werden. Die US Truppen agieren im Irak auf Einladung der irakischen Regierung und sie sollen die irakischen Truppen im Kampf gegen ISIS unterstützen“, sagte der Sprecher des Pentagon, Sean Robertson, gegenüber CNN in einer Erklärung.

In zwei verschiedenen Interviews mit Bret Baier und Chris Wallace im Reagan National Defense Forum in der Reagan Library in Simi Valley (Kalifornien), sagte Esper, dass er nicht glaubt, dass es „im Moment“ eine weitere Aufstockung um 7.000 – 14.000 Soldaten braucht, aber er lehnte es auch ab, dass die Zahl verringert wird.

Zur Zeit befinden sich mehr als 60.000 US Soldaten im gesamten Mittleren Osten, sagten Vertreter.

In den letzten sechs Wochen habe es neun Raketenanschläge im Umfeld von irakischen Einrichtungen gegeben, in den US Truppen beherbergt sind, hieß es weiter.

Am 3. Dezember wurden 122mm Raketen eingesetzt, die größer sind, als die Raketen, die bei früheren Anschlägen eingesetzt wurden. Die 122mm Raketen landeten in der Al Asad Luftbasis. Diese hatte Vizepräsident Mike Pence zwei Tage zuvor zu Thanksgiving besucht. Diese Raketen sind noch gefährlicher und können von einer größeren Entfernung aus abgeschossen werden, als die 107mm Raketen, die zuvor bei den Angriffen im Irak eingesetzt wurden.

Das US Militär macht für die Angriffe vom Iran unterstützte Milizen verantwortlich und auch für den Einsatz von 122mm Raketen, sagten Militärvertreter gegenüber Fox News..

„Die vom Iran unterstützten Milizen beschießen die irakischen Basen mit US Soldaten darin sowie die Anti – ISIS Koalitionskräfte. Dazu zählen z.B. Balad oder die al- Asad.“, sagte der Assistant Secretary für den Nahen Osten im US Verteidigungsministerium, David Schenker, am Freitag gegenüber Reportern.

„Wir warten auf die vollständige Bestätigung“, sagte er und ergänzte: „Wie bereits in der Vergangenheit besteht auch dieses Mal eine gute Chance darauf, dass der Iran dahinter steckt.“

Die Angriffe gegen irakische Basen, in denen rund 5000 US Soldaten sitzen, finden inmitten der massiven Proteste im Irak statt, welche bereits zum Rücktritt des Premierministers des Landes führten. Rund 400 Demonstranten wurden seit Anfang Oktober bei den Protesten getötet.

Das iranische Regime spielt eine zentrale Rolle bei den Ermordungen, hinzu kommen Ermordungen durch irakische Sicherheitskräfte.

Im Nachbarland Iran wurden mehr als 1000 Demonstranten ermordet, nachdem Mitte November das Regime eine neue Steuer auf Benzin bekannt gab. Die Proteste fanden in mindestens 190 iranischen Städten statt. Bei den Unruhen ließ das iranischen Regime tagelang das Internet schließen, um zu verhindern, dass Videos und Fotos über das Massaker nach außen dringen konnten.