Saturday, November 26, 2022
StartNachrichtenTerrorismus & FundamentalismusBahrain weist Bürger an, wegen Spannungen mit dem iranischen Regime den Libanon...

Bahrain weist Bürger an, wegen Spannungen mit dem iranischen Regime den Libanon zu verlassen

NWRI – Der Bahrain wies seine Bürger an, den Libanon zu verlassen, weil es steigende Spannungen zwischen den örtlichen sunnitischen Kräften und dem iranischen Regime gibt, welches die Regierung von Beirut an den Rand des Kollaps führt. Das schreibt Sara Elizabeth Williams in ‘The Telegraph News’ am 5. November. Hier die Auszüge aus diesem Artikel.

Das Außenministerium von Bahrain sieht steigende Stabilitätsprobleme im Libanon nach dem schockierenden Rücktritt von Regierungschef Saad al-Hariri am Samstag.

Die Anweisung von Bahrain und ein zusätzliches Reiseverbot in den Libanon sind das letzte Beispiel einer sich auf vielen Fronten verschärfenden Konfrontation zwischen Saudi – Arabien und dem iranischen Regime, die bereits mehrere politische und militärische Schlachtfelder in der gesamten Region umfasst, darunter auch im Libanon, Syrien und Jemen.

Hariri hielt seine Rücktrittsansprache bereits in Riad in Saudi – Arabien, nachdem er zu seiner eigenen Sicherheit dorthin geflohen war. Er sprach dabei von einem Mordanschlag, welchen der Iran bei seiner Ausreise verüben wollte.

Er beschuldigte den Iran, dass er sich in die Politik im Libanon einmischt und das Land „als Geisel nimmt“. Er sagt, dass die Situation im Libanon ähnlich wie 2005 ist, als sein Vater, der frühere Regierungschef Rafik al-Hariri, weil einem Autobombenanschlag ermordet wurde.

Der Iran und Saudi – Arabien sind seit langer Zeit gespalten in Hinsicht auf die Politik gegenüber dem Libanon. Die Hisbollah ist ein Verbündeter von Teheran und sie wird allgemein als Ausdruck des Einfluß des Iran gesehen.

Hariri, Nachkomme einer sunnitischen libanesischen Politdynastie, wollte mit der Hisbollah Frieden schließen. Dafür gründete er vor nicht einmal einem Jahr eine nationale Regierung der Einheit.

Der Präsident dieser Regierung, Michel Aoun, ist ein politischer Verbündeter der Hisbollah. Er sagte, dass er den Rücktritt von Hariri so lange nicht akzeptieren wird, bis dieser zurück in den Libanon kommt.

Viele Experten glauben, dass der Rücktritt von Hariri ein Beleg dafür ist, dass die Hisbollah an Boden verliert. Einige andere befürchten, dass es zu einer weiteren Verschärfung der Instabilität in dem sowieso schon fragilen Land kommen wird.

„Die Situation ist für alle Szenarien offen, auch gewaltsamen Richtungen“, sagte Hanin Ghaddar, ein Libanon Experte im Washington Institute.

„Die Iraner haben so viele Menschen im Iran ermorden lassen, dass es keine Überraschung wäre, wenn dies weiter geht. Dies ist ihre Strategie. Sie werden weitere Menschen töten. Sie werden damit nicht aufhören.“