Tuesday, December 6, 2022
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Bei einem massiven Erdbeben würden 5 Millionen Iraner sterben


Menschen in Teheran nach dem letzten Erdbeben
Eines Tages wird Teheran durch ein massives Erdbeben der Stärke 7,0 zerstört werden und es wird 5 Millionen Tote geben, so Experten des Regimes. Das ist Thema eines Artikels vom 11. Mai in der staatlichen Tageszeitung Mostaghel.
Der Artikel zitiert Professor Bahram Akashe, der laut der Tageszeitung Mostaghel der „renommierteste Erdbebenexperte im Iran“ ist, und andere Spezialisten, die sagen, ein Erdbeben der Stärke 7,0 würde in Teheran etwa fünf Millionen Tote hinterlassen. Der Artikel führt aus, dass diese Bewertung abgegeben wurde, weil der Iran und besonders Teheran vor kurzem täglich eine Reihe von Erdbeben geringer Stärke erlebt hat, was nach dem, was man weiß, Vorbote eines massiven Erdbebens sein könnte.
Laut dem Artikel wird darauf verwiesen, dass etwas in der Art bei dem großen Erdbeben in Lissabon von 1755 der Fall gewesen ist, als ein Erdbeben der Stärke 8,5–9,0 (geschätzt) die portugiesische Stadt auch nach mehreren kleineren Beben zerstört hat. Dabei wurden zwischen 10 000 und 100 000 Menschen getötet.
Die Furcht vor einem Erdbeben hat dazu geführt, dass verschiedene Leute dazu aufgerufen haben, Teherans Bevölkerung zu ermutigen, häufiger in andere Teile des Landes umzuziehen, um die Zahl von Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen, zu verringern und den Stress von Notdiensten zu vermindern, wenn ein massives Erdbeben auftritt.
Der Artikel in Mostaghel erläutert aber, dass die Politik des iranischen Regimes in Wahrheit eine Zunahme der Bevölkerung in der Hauptstadt zur Folge gehabt hat. Es heißt dann, dass das Erdbeben der Stärke 4,6 am 8. Mai, dem mindestens zwei Menschenleben zum Opfer fielen und bei dem es Dutzende Verletzte gab, dem Regime eine „Warnung“ sein sollte.
Das Erdbeben, dem eine Stunde zuvor ein Zittern des Bodens in der Stärke 2,9 vorausging, hat viele Einwohner dazu veranlasst, mitten in der Nacht in die Sicherheit von Parks zu fliehen. Es wurde bis in so entfernte Gegenden wie Mazandaran, Qazvin, Zanjan und Alborz bemerkt.
Der Iran erlebt häufig seismische Aktivitäten, weil er auf den oberen Rändern tektonischer Platten liegt, und leidet dabei große Verluste, weil das Regime die Notdienste, Sozialfürsorge oder eine angemessene Bauweise bei den Gebäuden nicht finanziert. Am 23. Februar erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,7 das Dorf Habash-e Olya und tötete mindestens neun Menschen in der Türkei knapp hinter der Grenze. Im Dezember und Januar gab es zwei weitere Erdbeben nahe dem Atomkraftwerk Buschehr.
Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Kermanshah im November 2017 forderte 600-700 Menschenleben und hinterließ mehr als 10 000 Verletzte.
2003 wurde die alte Stadt Bam zerstört, wobei mindestens 70 000 Menschen starben bei einem Beben der Stärke 6,6. Aber das Erdbeben mit den bei weitem meisten Toten ereignete sich 1990. Es hatte eine Stärke von 7,4 auf der Richter Skala und tötete Zehntausende Menschen, führte zu 300 000 Verletzten und machte mehr als eine Million obdachlos. Dennoch vernachlässigt das iranische Regime Jahre nach diesen Erdbeben, weil es seinen verhängnisvollen Aktivitäten Vorrang gibt vor der Bewahrung von Menschenleben, die Hilfe für die Opfer, von denen immer noch viele in Slums wohnen.