Wednesday, December 7, 2022
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Beispiellose Hitze im Irak, Krise der Wasserknappheit in Camp Liberty spitzt sich zu

Während der letzten zwei Tage wurde das Wetter in Liberty heißer und die Temperatur ist auf das außerordentliche Maß von 51 Grad Celsius im Schatten gestiegen. Die Stärke der Hitze hat zu einem Zusammenbruch der Generatoren in verschiedenen Abschnitten von Liberty geführt. Aufgrund von beständigen Stromausfällen haben die Bewohner keinen dauerhaften Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen.

Da die Stromgeneratoren nicht mehr im besten Zustand sind, steigt ihre Maschinentemperatur. Deshalb müssen sie entweder heruntergefahren werden oder die Bewohner müssen einen Teil ihrer elektrischen Ausrüstung abschalten. Am Freitag mussten um Mitternacht in Abschnitt 5 in bis zu 30% der Wohnwagen deren Klimaanlagen ausgeschaltet werden, damit der Generator weiterarbeiten konnte. Aus demselben Grund war auch Abschnitt 3 gestern mehrere Stunden lang ohne Elektrizität. Sich in Wohnwagen ohne Klimaanlage bei 50 Grad Celsius länger aufzuhalten, kann tödliche Folgen haben.

Andererseits wird, um diese maroden Generatoren am Laufen zu halten, eine beträchtliche Menge des Wassers, das täglich in das Lager gebracht wird, auf die Generatoren gespritzt, um sie zu kühlen. Jeder Abschnitt bräuchte einen Ersatzgenerator mit der Leistung von mehr als einem Megawatt; wenn die mit den vorhandenen Generatoren verbunden würden, könnten sie rund um die Uhr tätig sein. Aber als inhumane Maßnahme hindert die Regierung des Irak die Bewohner daran, ihre 6 Stromgeneratoren, die für 1,5 Megawatt ausgelegt sind, von Ashraf nach Liberty zu bringen.

Am ersten Tag des Ramadan gingen die Fahrer der Wassertanker dazu über, Wasser von 20 Uhr bis 8 Uhr am folgenden Tag zu bringen, um der brennenden Sonne zu entgehen. Jedoch wegen des geringen Drucks oder der Unterbrechung der Wasserversorgung zwischen 2:30 und 4 Uhr, konnten sie nicht rechtzeitig genug Wasser ins Lager bringen. Ein Wassertanker, der normalerweise in 10 bis 15 Minuten aufgefüllt wird, brauchte dafür fast eine Stunde.

Eine andere Entwicklung besteht darin, dass das unterdrückerische Komitee im Büro des Premierministers den Bewohnern immer noch untersagt, Gemüsesamen ins Lager zu bringen. Ganze Säcke mit Samen werden von Zivilbeamten, die mit Sadeq verbunden und am Eingang des Lagers in einem Kontrollpunkt stationiert sind, zurückgehalten. Auch wurde gestern einem Kleinlastwagen, der die Ausrüstung für Installateurarbeiten und Aufstellen von Spülmaschinen geladen hatte, die Fahrt ins Lager verboten. Solche Beschränkungen aufzuerlegen und die Vertragsunternehmer zu drangsalieren, kann zur Folge haben, dass viele Vertragsunternehmen davor zurückschrecken, für die Bewohner zu arbeiten. Am 20. Juni schüchterten dieselben Zivilbeamten einen Vertragsunternehmer ein, der nach Liberty gekommen war, um an einem Plan für Vorhallen bei den Eingängen der Wohncontainer zu arbeiten, und schickten ihn zurück. Das Ergebnis war, dass der Vertragsunternehmer nicht mehr bereit war, wieder nach Liberty zu kommen.

Eine andere repressive Maßnahme der Regierung des Irak besteht darin, dass sie untersagt, die Gabelstapler, die den Bewohnern gehören, nach Liberty zu bringen. Stattdessen gibt sie vor, sie würde Gabelstapler mit irakischen Fahrern zur Verfügung stellen, wann immer die Bewohner sie brauchen würden. Seit Donnerstag den 19. Juli fordern die Bewohner Gabelstapler an, um Lasten, die von Ashraf angekommen sind, zu transportieren, aber bis heute haben sie keine Antwort auf ihre Anfragen erhalten. In Ermangelung von Gabelstaplern sind die Bewohner gezwungen, diese schweren Lasten auf Händen und Schultern zu tragen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats des Iran
22. Juli 2012